

Bei einem Ortstermin stellten Bürgermeister Emmanuel Kunz, Ortsvorsteher Brian Linden, Bürgervereinsvorsitzender Manfred Schlierf und Projektleiter Stefan Etten das Ergebnis der umfangreichen Arbeiten vor.
»Das ist ein hervorragendes Beispiel dafür, was möglich ist, wenn eine Dorfgemeinschaft selbst die Initiative ergreift«, betonte Kunz. Ohne den Einsatz des Bürgervereins, so der Bürgermeister, wäre ein solches Projekt nicht umsetzbar gewesen.
Als Manfred Schlierf 2018 den Vorsitz des Bürgervereins übernahm, befand sich das Gebäude in einem sanierungsbedürftigen Zustand. Das Dach war nicht isoliert und teilweise undicht, Elektroinstallation und Saalboden mussten erneuert werden. 2020 wurde ein Förderantrag im Rahmen der Dorferneuerung des Landes Nordrhein-Westfalen bewilligt. Für zuwendungsfähige Gesamtausgaben von rund 222.800 Euro erhielt die Gemeinde einen Zuschuss von etwa 144.800 Euro, der Bürgerverein steuerte einen Eigenanteil von rund 22.300 Euro bei.
Der erste Bauabschnitt mit der Dachsanierung wurde 2021 abgeschlossen.
Mitte 2022 begannen die Arbeiten am Erweiterungsbau: In Holzrahmenbauweise entstand ein neuer Anbau mit modernen Sanitäranlagen, der baulich an das bestehende Gebäude angeschlossen wurde. Ende 2024 waren die Arbeiten abgeschlossen – zu Karneval 2025 konnten die neuen Sanitäranlagen erstmals genutzt werden. Der Weg dorthin war nicht einfach. Corona-Pandemie und Flutkatastrophe 2021 verzögerten die Umsetzung erheblich, gleichzeitig stiegen die Material- und Baukosten spürbar. Stefan Etten stellte bei der Bezirksregierung Köln erfolgreich einen Antrag auf Verlängerung des Förderzeitrahmens. Trotz gestiegener Gesamtkosten blieb es bei der ursprünglich bewilligten Förderhöhe.
Das 1985 aus zwei ehemaligen Unterrichtscontainern des Gymnasiums Steinfeld errichtete Bürgerhaus wird laut Ortsvorsteher Linden rund 25-mal im Jahr genutzt – für Vereinsveranstaltungen ebenso wie für private Feiern. »Wir bekommen seit der Sanierung auch mehr Anfragen von außerhalb für Hochzeiten und Geburtstage«, so Linden. Mit rund 215 Quadratmetern Nutzfläche bietet das Haus Platz für bis zu 199 Personen. Künftig soll zudem eine Photovoltaikanlage auf dem Dach installiert werden.
Einen besonderen Dank richtete Linden an Manfred Schlierf, der den Vereinsvorstand mittlerweile auf eigenen Wunsch in jüngere Hände gegeben hat, das Projekt aber als zweiter Vorsitzender weiter begleitet: »Ein so herausragendes Engagement ist absolut nicht selbstverständlich – dafür ein dickes Dankeschön.«



