

Auch wenn es noch nicht so aussieht: Die Kraniche fliegen schon und der Frühling naht. Mit ihm kommen die ersten Kröten, Frösche, Molche und Salamander in Paarungsstimmung.
Sobald es nach einer längeren kalten Periode wärmer wird und kräftig anfängt zu regnen, geht der Run auf die Laichgewässer los.
An den bekannten Hotspots im Kreis Euskirchen werden jetzt Schutzanlagen kontrolliert und Krötenzäune aufgebaut. Damit startet auch die tägliche Kontrolle der Fangeimer. Die Amphibien werden bestimmt, gezählt und auf der anderen Straßenseite in Richtung Laichgewässer wieder ausgesetzt.
Zu den Schwerpunkten der Amphibienwanderung im Kreis gehören in Zülpich der Bachsteinweg, in Euskirchen die Billiger Straße, Pappelallee und die Essigbenden, Weilerswist-Bodenheim, in Mechernich der Mühlenpark, das Krematorium, die Strempter Straße sowie Satzvey und Vussem, in Bad Münstereifel das Schleidtal und Eicherscheid, in Kall die Strecke zwischen Wahlen und Marmagen, Hellenthal-Wahld und an der Wildenburg, Dollendorf sowie neu entlang der B 421 am Kronenburger See.
An die Autofahrer richtet der NABU den Appell, Rücksicht auf die Amphibien und die Helfer zu nehmen. »Passen Sie ihre Geschwindigkeit in der Dämmerung und nachts an, um weder Amphibien noch Helfer zu gefährden«, so der Naturschutzbund.
Zudem bittet der NABU auch Anwohner mit Gewässern in der Nähe, in den nächsten Wochen auf wandernde Amphibien zu achten. Diese wollen meist in der Dämmerung zum nächsten Laichgewässer und sind besonders gefährdet, überfahren oder zertreten zu werden.
Wer aktiv mithelfen möchte beim Zaunbau oder der Kontrolle der Fangeimer, ist herzlich willkommen. Anmeldung bei Ulrich Pohl unter Tel.: 0171/7829743 oder u.pohl@nabu-euskirchen.de sowie bei Dr. Marco Mora unter Tel.: 0151/46120613 oder m.mora@nabu-euskirchen.de.




