Ellen Trude
von unseren Lesern

Jeck, bunt – aber ohne Gewalt. Omas gegen Rechts verteilen Schokobrötchen und klare Botschaften am Kaller Bahnhof.

Bild: Ellen Trude

Weiberfastnacht ist jeck, laut und fröhlich. Damit das auch so bleibt, setzen die Omas gegen Rechts Kall am frühen Morgen des 12. Februar ein deutliches Zeichen: Gewalt kommt uns nicht in die Tüte. Wenn sich an Weiberfastnacht viele Kaller Jecke auf den Weg nach Köln, Bonn oder in andere Karnevalshochburgen machen, stehen die Omas von 07:15 bis 09:00 Uhr am Bahnhof Kall bereit. Im Gepäck haben sie Tüten mit der Aufschrift "Gewalt kommt uns nicht in die Tüte", dafür aber Schokobrötchen der Bäckerei Zimmer aus Sistig, die von einer Kaller Bürgerin und einem Verein gesponsert wurden. Auf den Tüten steht neben dem klaren Statement gegen Gewalt auch der Hinweis „Hier erhalten Sie Hilfe“ mit Kontaktdaten von Beratungs- und Hilfestellen. Denn Karneval lebt von Respekt, guter Laune und einem fairen Miteinander – Übergriffe und Grenzverletzungen haben dabei keinen Platz. Mit ihrer Aktion verbinden die Omas gegen Rechts Kall karnevalistische Herzlichkeit mit einer wichtigen Botschaft: Feiern ja – Gewalt nein. Hilfe ist da, wenn sie gebraucht wird.

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