Frederik Scholl

Münsterstraße wird probeweise zur Fußgängerzone

Zülpich. Einjähriger Verkehrsversuch soll zeigen, inwieweit Aufenthaltsqualität und Sicherheit auf der neu gestalteten Innenstadtstraße verbessert werden können.
Im Rahmen eines einjährigen Verkehrsversuchs wird die neu gestaltete Münsterstraße zwischen Brauersgasse und Kinat zur Fußgängerzone.

Im Rahmen eines einjährigen Verkehrsversuchs wird die neu gestaltete Münsterstraße zwischen Brauersgasse und Kinat zur Fußgängerzone.

Bild: Stadt Zülpich / Torsten Beulen

Die Bauarbeiten zur Neugestaltung der Zülpicher Innenstadt im Bereich der Münsterstraße, der Brauersgasse und der Juhlsgasse sind abgeschlossen – dank eines reibungslosen Baufortschritts sogar früher als geplant, denn eigentlich sollte die Maßnahme erst in der zweiten Jahreshälfte 2026 abgeschlossen werden.

Im Rahmen der Maßnahme wurden umfangreiche Kanalbauarbeiten sowie die Erneuerung der Versorgungsleitungen durchgeführt. Zusätzlich erfolgten umfassende Straßenbauarbeiten, darunter die komplette Neupflasterung des gesamten Bereichs. Darüber hinaus wurden die Übergangsbereiche zum Münstertorplatz, zur Von-Lutzenberger Straße und zum Mühlenberg ebenfalls saniert und barrierefrei gestaltet. Zur Aufwertung des öffentlichen Raums wurden neue Sitzgelegenheiten, moderne Abfallbehälter und zusätzliche Poller installiert. Auf der Münsterstraße sowie in der Brauersgasse wurden zusätzlich schmalkronige Blühkirschen der Sorte »Prunus Hillieri Spire« gepflanzt.

Mit dem Abschluss der Arbeiten zur Neugestaltung und der Freigabe der Münsterstraße tritt auch eine neue Verkehrsführung in Kraft: Im Rahmen eines Verkehrsversuches, der zunächst auf ein Jahr befristet ist, wird die Münsterstraße ab der Brauersgasse bis zur Kinat zu einer Fußgängerzone. Um den Interessen der anliegenden Geschäftsleute gerecht zu werden, wird die Fußgängerzone ganztätig für den Lieferverkehr freigegeben. Daneben bleibt die Münsterstraße auch für den Fahrradverkehr und für Anwohner mit Parkausweis geöffnet.

Durch die temporäre Einrichtung eines Verkehrsversuches mit den genannten Einschränkungen soll untersucht werden, ob und in welchem Umfang die Aufenthaltsqualität und die Sicherheit für den Fußgänger- und Fahrradverkehr durch die Neuordnung des Straßenraumes verbessert werden kann. Daneben sollen auch die Auswirkungen auf die gleichzeitige Nutzung durch Fußgänger, Fahrradverkehr sowie Liefer- und Anliegerverkehr untersucht und beobachtet werden. Spätestens nach Ablauf des Verkehrsversuches soll dann entschieden werden, ob es zu einer dauerhaften Einrichtung einer Fußgängerzone in der Münsterstraße kommen soll.

»Ich möchte mich bei allen Anwohnerinnen und Anwohnern sowie den Geschäftsleuten für ihre Geduld und ihr Verständnis während der Bauphase bedanken«, so Bürgermeister Ulf Hürtgen. »Ich bin der Meinung, dass sich das Warten gelohnt hat. Hier ist ein attraktiver, moderner und zukunftsfähiger Innenstadtbereich entstanden, der für Anlieger, Gewerbetreibende und alle Bürgerinnen und Bürger einen deutlichen Mehrwert darstellt.« Die feierliche Einweihung der sanierten Innenstadtstraßen ist für den 30. August geplant.