Frederik Scholl

Schnelle Hilfe auf Knopfdruck

Zülpich. Auch in Zeiten mobiler Kommunikation gibt es Orte, an denen schnelle Hilfe nicht selbstverständlich ist. Kein Empfang, Orientierungslosigkeit oder ein leerer Akku können im Ernstfall lebensgefährlich sein. Aus diesem Grund hat sich die Stadt Zülpich um die Aufstellung einer Notrufsäule am Wassersportsee bemüht. In Zusammenarbeit mit der Björn-Steiger-Stiftung konnte dieses Vorhaben nun realisiert werden.

Bürgermeister Ulf Hürtgen (r.) und Ordnungsamtsleiter Werner Lorse machten sich jetzt vor Ort ein Bild von der neuen Notrufsäule am östlichen Ufer des Wassersportsees.

Bürgermeister Ulf Hürtgen (r.) und Ordnungsamtsleiter Werner Lorse machten sich jetzt vor Ort ein Bild von der neuen Notrufsäule am östlichen Ufer des Wassersportsees.

Bild: Sttadt Zülpich / Torsten Beulen

Die Notrufsäule ist die zeitgemäße Weiterentwicklung des klassischen Notruftelefons, wie man es von Autobahnen kennt. Sie ist solarbetrieben und technisch so ausgestattet, dass die Netzverbindung zuverlässig gewährleistet ist. Die Bedienung der Säule ist selbsterklärend. Auf Knopfdruck wird ein direkter

Kontakt zur Rettungsleitstelle in Euskirchen hergestellt. Dort ist der Standort der Säule registriert, so dass Notfälle schnell lokalisiert werden können. Über einen integrierten Lautsprecher kann die Notlage geschildert werden und der Austausch mit der Leitstelle erfolgen. Von dort werden die für die Notfallhilfe notwendigen Informationen abgefragt: Wo genau ist der Notfall? Was ist passiert? Wie viele Personen sind betroffen? Um welche Verletzungen oder Erkrankungen handelt es sich? Auf Grundlage dieser Angaben leitet das speziell qualifizierte Personal die für die Notfallsituation notwendigen Schritte ein.

Am Zülpicher Wassersportsee ist die weiß und rot gehaltene Notrufsäule mit dem deutlich sichtbaren SOS-Schriftzug an den Seiten im Bereich des östlichen Ufers unweit der Bundesstraße 56 am Abzweig zur Kreisstraße 31 in Richtung Lövenich (Am Wehr) zu finden. Der Standort wurde bewusst gewählt, denn am gegenüberliegenden Seeufer, also im Bereich des Seeparks, ist mit der Badeaufsicht an der dortigen Badestelle in der Regel für schnelle Hilfe im Notfall gesorgt. Dort gibt es außerdem einen rund um die Uhr öffentlich zugänglichen Defibrillator.

Bürgermeister Ulf Hürtgen und Ordnungsamtsleiter Werner Lorse machten sich jetzt vor Ort ein Bild von der neuen Notrufsäule. »Damit haben wir in diesem Bereich ein Plus an Sicherheit geschaffen«, so Bürgermeister Hürtgen. »Es ist ein beruhigendes Gefühl, dass im Ernstfall schnelle Hilfe nur einen einzigen Knopfdruck weit entfernt ist.«