Michael Nielen

Tempo 30-Zonen für Lkw in Rinnen und Sötenich

Sötenich/Rinnen. Die Gemeinde Kall kann Anwohnerwünsche zur Verkehrsberuhigung in beiden Orten umsetzen.

An einem der Tempo-30-Schilder in Rinnen (v.l.): Bürgermeister Emmanuel Kunz, Landrat Markus Ramers, die Leiterin des Ordnungsamtes Jessica Stermoljan und Ortsvorsteher Thomas Müller.

An einem der Tempo-30-Schilder in Rinnen (v.l.): Bürgermeister Emmanuel Kunz, Landrat Markus Ramers, die Leiterin des Ordnungsamtes Jessica Stermoljan und Ortsvorsteher Thomas Müller.

Bild: Gemeinde Kall / Alice Gempfer

In der Rinner Straße in Sötenich sowie der Sötenicher Straße in Rinnen wurden jetzt für Lkw Tempo-30-Zonen eingerichtet. Sowohl bei Ortsvorsteher Thomas Müller als auch in der Kaller Verwaltung war immer wieder der Wunsch von Anliegern geäußert worden, die Verkehrssituation in Rinnen und Sötenich zu beruhigen.

Hintergrund ist der Lkw-Verkehr vom beziehungsweise zum Steinbruch, seit dieser wieder in Betrieb genommen wurde. Um hier Abhilfe und Entlastung zu schaffen, waren die neuralgischen Punkte Ende November 2025 Teil einer Verkehrsschau mit Vertretern auch des Kreises Euskirchen, der Kreispolizeibehörde und des Landesbetriebs Straßen NRW. Von der Gemeinde Kall nahmen unter anderem Bürgermeister Emmanuel Kunz und die Leiterin des Ordnungsamtes, Jessica Stermoljan, teil.

»Alle Beteiligten waren sich einig, dass hier schnell gehandelt werden muss«, berichtete der Bürgermeister. Dementsprechend folgte man den Anträgen von Ortsvorsteher Thomas Müller, der Tempo-30-Zonen in Sötenich und Rinnen für den Lkw-Verkehr sowie eine Verkehrsberuhigung im Bereich »Wilhelmstal« zwischen den beiden Ortschaften beantragt hatte. Im Wilhelmstal wird nun durch eine Ortshinweistafel für achtsames Fahren sensibilisiert.

»Es ist ein wirklicher Erfolg«, so Ortsvorsteher Müller, »dass nun der Verkehr beruhigt und damit auch die Lärmbelästigung verringert werden konnte.«

Dass die getroffenen Maßnahmen Wirkung zeigen, wurde nun bei Ortsterminen deutlich. »Die Fahrer halten sich tatsächlich daran«, freute sich der Ortsvorsteher, nachdem mehrere Lkw die Ortschaften mit deutlich gedrosselter Geschwindigkeit passiert hatten. Bürgermeister Emmanuel Kunz berichtete, dass sich bereits einige Anwohner bei ihm gemeldet und bedankt hätten.

Diesen Dank gab er auch an Landrat Markus Ramers weiter – für die zeitnahe Genehmigung der Maßnahmen durch den Kreis Euskirchen – sowie an den Landesbetrieb Straßen NRW für die Umsetzung. Landrat Markus Ramers hatte sich bereits im Sommer persönlich ein Bild von der Situation vor Ort gemacht.

Auf Initiative der Firma Kalksteinwerke Kall GmbH als Betreiberin des Steinbruchs soll zudem neben dem Display-Schild (»Smiley-Tafel«) in Rinnen ein weiteres in Sötenich aufgestellt werden. Auch diesem Vorhaben wurde in der Verkehrsschau zugestimmt.


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