Jutta Kruft

Pokal: Maifeld-Elztal verliert nach großem Kampf

Handshake zwischen den Blauen der SG Maifeld-Elztal und dem zweimaligen Pokalsieger Rot Weiß Koblenz

Handshake zwischen den Blauen der SG Maifeld-Elztal und dem zweimaligen Pokalsieger Rot Weiß Koblenz.

Bild: Peter Hürter

Gering. SG Maifeld-Elztal : FC RW Koblenz 0:2 (0:0)
Mit der SG Maifeld-Elztal ist auch der letzte Verein aus der Region im Bitburger Rheinlandpokal ausgeschieden.
Die Mannschaft von Daniel Fischer unterlag nach großem Kampf vor 300 Zuschauern Oberligist Rot Weiß Koblenz mit 0:2 (0:1).
Die Rollen waren klar verteilt. Der Oberligist vom Deutschen Eck ging als haushoher Favorit in die Pokalpartie. Und jubelte schon nach vier Minuten, allerdings hatte das Schiedsrichtergespann um Patrick Mattern eine Abseitsstellung gesehen. Saed Hay Mohamed verzog einen Freistoß knapp (10.). 
Der Oberligist war feldüberlegen, tat sich aber gegen die Hausherren zunehmend schwer hochkarätige Gelegenheiten zu kreieren. 
Und die SG ME? Nach vorne ging wenig. Die beste und eigentlich auch einige Chance hatte in der 34. Minute Niclas Lohn, dessen Schuß aus gut zwanzig Metern Marcel Behr im Gehäuse der Rot-Weißen parierte. Die größte Gelegenheit der Rot-Weißen vergab Nao Oriyama,  aus zehn Metern freistehend, kurz zuvor hatte Florian Geisler das Glück des Tüchtigen, als die Gäste den Pfosten trafen.
Zur Pause hatten sich die kämpferisch starken Hausherren das Unentschieden verdient, der lautstarke Support der "Elztal Ultras" schien die Heimmannschaft zusätzlich zu motivieren.
Auch in der zweiten Hälfte änderte sich nichts am Spielverlauf. Koblenz kontrollierte das Spiel, Maifeld verteidigte das 0:0 leidenschaftlich. In der 56. Minute war es aber soweit. Zavier Sampson Ghebrezghi nahm aus zwanzig Metern Mass, sein Ball war für den überragenden Geisler nicht zu halten. 1:0 für die Rot-Weißen, man sah dem Favoriten die Erleichterung an. Maifeld-Elztal versuchte es jetzt etwas offensiver, hatte allerdings keine echte Torchance mehr.
In der Schlußphase drehte Koblenz nochmal auf und erspielte sich zahlreiche Torchancen, scheiterte aber immer wieder an der vielbeinigen Abwehr und vor allem an Geisler. So parierte er in der 80., 85., 89. und 90. 2. Großchancen mit allen zur Verfügung stehenden Körperteilen. Nur einmal musste er sich geschlagen geben, als in der 90. Minute Nao Oriyama einen Abpraller zum 0:2 versenkte.
SG ME Trainer Daniel Fischer nach dem 0:2. "Man kann nicht drumherum reden. Der Sieg der Koblenzer war natürlich hochverdient. Wir haben es allerdings geschafft, das Spiel lange Zeit offen zu halten und auf den einen Moment gehofft, der aber nicht kam." Ein Sonderlob verteilte Fischer an seine neu formierte Innenverteidigung. "Weder Florian Reiter zentral noch Danylo Manko auf außen haben Erfahrung auf Bezirksligaebene. Sie haben das heute gegen einen Oberligisten super gemacht." Die komplette gesetzte Viererkette stand Fischer nicht zur Verfügung, ihre Vertreter waren machten ihre Sache mehr als gut. Ein Sonderlob erhielt auch Keeper Geisler. "Ich habe ihm vor dem Spiel gesagt, dass er heute auch zwei, drei Unhaltbare herausholen muss. Heute war er wieder auf seinem besten Level, das war herausragend."
Am Sonntag, 6. September, 15 Uhr, muss die SG beim HSV Neuwied antreten.(ph)