

»Wir wollen einfach wissen, dass sie noch lebt und dass es ihr gut geht.« Mehr möchte Pamelas Mutter im Moment gar nicht. Keine Erklärungen, keine Antworten auf offene Fragen, keine Vorwürfe. Nur die Gewissheit, dass ihre Tochter in Sicherheit ist. Und damit spricht sie der gesamten Familie aus dem Herzen.
Seit dem 11. August fehlt von Pamela Küster jede Spur (Wir berichteten). Die 55-Jährige aus Kell am See hatte an diesem Tag das Saarburger Kreiskrankenhaus verlassen. Später wurde sie noch im Bereich der Einkaufsmärkte am Leukbach gesehen. »Am REWE-Markt in Saarburg verliert sich ihre Spur«, sagt ihre Mutter.
Für die Familie ist die Ungewissheit schwer auszuhalten. Pamelas Tochter Lea hat deshalb die Suchaktionen initiiert. Gemeinsam mit Verwandten, Freunden und Bekannten machte sich die Familie auf die Suche nach Pamela. Mehrfach wurde nach ihr gesucht – bislang ohne Erfolg.
Auch die Polizei hatte umfangreiche Suchmaßnahmen eingeleitet, unter anderem mit Diensthunden, Man-Trailern aus Luxemburg, dem DRK, der Wasserschutzpolizei und einem Polizeihubschrauber.
Auch Hinweise auf einen möglichen Aufenthalt in Trier und Umgebung wurden zwischenzeitlich geprüft. Eine bestätigte Spur ergab sich daraus bislang nicht. Doch die Familie gibt die Hoffnung nicht auf. Vor allem Pamelas Mutter möchte, dass ihre Tochter eines weiß: Sie ist jederzeit willkommen. Auch Lea möchte ihrer Mutter diese Botschaft mitgeben. »Ich wünsche mir nichts mehr, als zu erfahren, dass es meiner Mama gut geht«, sagt sie. »Sie soll wissen, dass wir alle für sie da sind und dass sie jederzeit zu uns kommen kann.«
Deshalb richten Mutter und Tochter ihre Worte nun direkt an Pamela – für den Fall, dass sie diesen Artikel selbst liest: Liebe Mama, liebe Pamela, du musst nichts erklären.
Du musst nicht erzählen, wo du bist oder was passiert ist. Du musst keine Fragen beantworten. Wenn du Zeit für dich brauchst, dann nimm sie dir. Die Familie möchte nur wissen, dass du lebst und dass es dir gut geht.
Ein Anruf würde genügen. Eine Nachricht. Ein kurzer Hinweis an einen Menschen, dem du vertraust. Es muss nicht mehr sein. »Sie kann jederzeit nach Hause kommen«, sagt ihre Mutter. »Wir würden sie mit offenen Armen empfangen.« Es ist ein Satz, der vor allem eines vermitteln soll: Da ist keine Wut. Da sind keine Vorwürfe. Da ist die Familie, die wartet. Und vielleicht gibt es jemanden, der Pamela kennt, mit ihr Kontakt hat oder weiß, wo sie sich aufhält. Auch an diese Menschen richtet sich die Bitte der Familie: Helft dabei, Pamela zu erreichen. Gebt ihr die Nachricht weiter, dass sie sich melden kann – ohne Angst vor Fragen oder Vorwürfen. »Melde dich einfach. Wir wollen nur wissen, dass es dir gut geht.«
Pamela Küster ist etwa 1,61 Meter groß und hat dunkle, meist offen getragene Haare. Zuletzt trug sie Bermuda-Jeans, ein weiß-blau quergestreiftes T-Shirt, offene helle Schuhe und eine schwarze Umhängetasche mit großer weißer Aufschrift.
Wer Pamela seit dem 11. August gesehen hat oder Hinweise auf ihren aktuellen Aufenthaltsort geben kann, wird gebeten, sich bei der Polizeiinspektion Saarburg unter 06581/9155-10 zu melden. Wer sie sieht, sollte sie möglichst im Blick behalten und die Polizei über 110 verständigen. Für ihre Mutter, Lea und die ganze Familie zählt im Moment nur eines: Pamela soll wissen, dass sie nicht vergessen ist. Und dass die Tür nach Hause offensteht.




