Claudia Neumann

Mit Mut und Tatkraft Menschen gerettet

Trier. Polizeipräsidentin Anja Rakowski zeichnet 23 Beamte des Polizeipräsidiums Trier ür besondere Einsätze aus
Die ausgezeichneten Polizeibeamtinnen und -beamten

Die ausgezeichneten Polizeibeamtinnen und -beamten

Bild: Polizei

Polizeipräsidentin Anja Rakowski hat am Donnerstag, 5. Februar, 23 Polizeibeamte des Polizeipräsidiums Trier ausgezeichnet. Geehrt wurden Einsatzkräfte, die Menschen aus akuter Lebensgefahr gerettet, sich selbst erheblichen Risiken ausgesetzt oder in besonderen Situationen außergewöhnlichen Einsatz gezeigt hatten. Im Rahmen einer Feierstunde mit den Dienststellenleitungen und der Personalvertretung überreichte Rakowski die Urkunden und dankte den Beamten für ihr Handeln.

In ihrer Ansprache hob Anja Rakowski das verantwortungsbewusste Vorgehen und den persönlichen Einsatz der Geehrten hervor. Die Leistungen seien in besonderem Maße über die regulären Anforderungen des Polizeidienstes hinausgegangen, insbesondere im Zusammenhang mit der dienstlichen Verpflichtung, in bestimmten Einsatzlagen Risiken für die eigene Gesundheit oder das eigene Leben in Kauf zu nehmen.

Rettung aus der Mosel
Am Mittwoch, 15. Januar 2025, bewahrte Polizeikommissarin Lea Plein von der Polizeiinspektion Trier eine Frau vor einem Suizid. Die Frau war bereits bis zur Hüfte in die hochwasserführende Mosel gewatet. Durch intensive Gesprächsführung gewann Plein das Vertrauen der Betroffenen und konnte sie schließlich zurück ans Ufer führen. Die Frau wurde anschließend in das Krankenhaus gebracht, aus dem sie zuvor verschwunden war.

Brand in Wohnhaus in Trier
Am Donnerstag, 22. Mai 2025, erreichten Polizeikommissar Niklas Dixius und Polizeikommissar Niko Hubert in den frühen Morgenstunden ein brennendes Wohnhaus in Trier. Die Beamten alarmierten die schlafenden Bewohner. Aus einer Wohnung, in der der Brandherd vermutet wurde, erfolgte keine Reaktion. Die Beamten gingen von einer hilflosen Person in akuter Lebensgefahr aus und versuchten unter erheblichem körperlichem Einsatz, die verschlossene Wohnungstür zu öffnen. Erst der eingetroffenen Feuerwehr gelang der Zugang. In der Wohnung befand sich niemand, der Brand war auf einen technischen Defekt zurückzuführen.

Erste Hilfe nach schwerer Selbstverletzung
Am Montag, 14. April 2025, wurden Polizeioberkommissarin Silvia Schäfer und Polizeioberkommissar Marco Mertes von der Polizeiinspektion Schweich zu einem Mann gerufen, der sich in suizidaler Absicht schwer verletzt hatte. Vor Ort leisteten die Beamten umfangreiche Erste Hilfe, stoppten starke Blutungen und überwachten die Atmung des Mannes bis zum Eintreffen des Notarztes. Der Verletzte wurde mit lebensbedrohlichen Verletzungen ins Krankenhaus gebracht und überlebte.

Schwerer Verkehrsunfall auf der A60
In den frühen Morgenstunden des 3. Mai 2025 kam es auf der A60 zu einem schweren Verkehrsunfall mit Frontalzusammenstoß durch einen Falschfahrer. Polizeikommissar Christopher Jutz traf mit weiteren Beamten als Erster an der Unfallstelle ein. Jutz befreite unter großem körperlichem Einsatz eine Beifahrerin aus einem auf der Seite liegenden Fahrzeug. Um die eingeklemmte Fahrerin zu retten, ließen die Beamten einen Kollegen kopfüber in das Fahrzeug hinab. Da dies nicht zum Erfolg führte, wurde das Fahrzeug gemeinsam zurück auf die Räder gestellt. Anschließend führten Beamte bis zum Abtransport Reanimationsmaßnahmen durch.

Wohnungstür aufgebrochen und Leben gerettet
Am Sonntag, 25. Mai 2025, wurden Polizeikommissar Maximilian Troßen und Polizeikommissar Matthias Linn in die Saarstraße in Trier entsandt. Aus einer Wohnung waren Hilfeschreie zu hören, die Tür wurde jedoch nicht geöffnet. Die Beamten traten die Tür ein und fanden eine schwer verletzte Frau vor. Während Troßen weitere Einsatzkräfte anforderte, begann Linn mit der medizinischen Erstversorgung. Gemeinsam mit Polizeikommissar Felix Britz und dessen Streifenpartner intensivierten sie die Maßnahmen und durchsuchten die Wohnung nach einem Tatverdächtigen.

Gefahr durch Kohlenmonoxid
Am Sonntag, 7. September 2025, wurden Kriminalkommissarin Yana Keilen, Kriminaloberkommissar Martin Zwetsch und Polizeikommissar Sebastian Palms über einen Suizidversuch informiert. In einem Schlafzimmer fanden sie vier angezündete Einweggrills. Der Mann war bereits verstorben. Um Rauchvergiftungen zu verhindern, evakuierten die Beamten umgehend das gesamte Gebäude.

Eingreifen am Parkhaus Alleencenter
Am Montag, 20. Oktober 2025, wurden Polizeihauptkommissar Rainer Schneider und Kriminalhauptkommissar Andreas Apel nach Dienstende am Trierer Hauptbahnhof von Passanten angesprochen. Eine Frau befand sich auf dem obersten Parkdeck des Parkhauses Alleencenter bereits über der Brüstung. Schneider zog die Frau unmittelbar vor dem Sprung zurück und fixierte sie zu ihrem Schutz, Apel unterstützte ihn bis zum Eintreffen weiterer Kräfte.

Rettung an der Römerbrücke
Am Dienstag, 4. November 2025, entdeckten Polizeihauptkommissar Markus Anell, Polizeihauptkommissar Andreas Werner und Polizeihauptkommissar Rainer Junk während einer Zivilstreife eine Person hinter dem Geländer der Römerbrücke. Die Beamten reagierten sofort und zogen die Person gemeinsam zurück auf die Brücke.

Einsatz auf der Hochmoselbrücke
Am Mittwoch, 5. November 2025, sicherten Polizeikommissarin Natasha Johnson, Polizeikommissar Leon Schuler und Polizeioberkommissar Artur Fischukow einen verlassenen Pkw auf der Hochmoselbrücke. Vor Ort fanden sie einen Mann zwischen Schutzplanke und Geländer. Schuler und Fischukow kletterten über das Geländer und hinderten den Mann unter verbalem und körperlichem Widerstand an einem Sprung.

Suizid verhindert am Hochmoselübergang
Am Donnerstag, 25. Dezember 2025, wurden Polizeikommissar Marius Pesch, Polizeikommissarin Stefanie Bender und Polizeioberkommissarin Katja Herres zu einem verlassenen Motorroller am Hochmoselübergang gerufen. Sie trafen den Fahrer zwischen Leitplanke und Windfang an. Nach einem Fluchtversuch gelang es den Beamten, den Mann aufzuhalten, mit ihm zu sprechen und ihn von seinem Vorhaben abzubringen. Er wurde anschließend in ein psychiatrisches Krankenhaus gebracht.


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