

Polizeipräsidentin Anja Rakowski hat am Donnerstagabend, 5. Februar, Bürger ausgezeichnet, die durch entschlossenes Handeln Menschen geholfen, Leben gerettet oder zur Aufklärung von Straftaten beigetragen haben. Die Ehrung erfolgte im Rahmen der Kampagne „Wer nichts tut, macht mit“. Insgesamt elf Bürger wurden während einer Feierstunde im Polizeipräsidium Trier mit Urkunden und einem Präsent ausgezeichnet.
In ihrer Ansprache betonte Anja Rakowski die Bedeutung von Zivilcourage im Alltag. Verantwortungsbewusstes und mutiges Handeln sei nicht selbstverständlich, könne jedoch in entscheidenden Momenten einen Unterschied machen.
Eingriff bei Messerangriff in Daun
Am Abend des 27. Januar 2025 bemerkte David Sukdev Bally aus Daun vor seinem Wohnhaus eine körperliche Auseinandersetzung zwischen zwei Männern. Ein Täter stach mehrfach mit einem Taschenmesser auf einen Bekannten Ballys ein und verletzte ihn lebensbedrohlich. Bally eilte zur Hilfe, entwaffnete den Täter und hielt ihn bis zum Eintreffen der Polizei fest.
Erstversorgung trotz akuter Gefahrenlage
Am 28. April 2025 wurde Alexander Borresch aus Tawern über eine Ersthelfer-App zu einer schwer verletzten Frau in seiner Nachbarschaft alarmiert. Vor Ort half er, die Frau aus dem Gefahrenbereich zu bringen und begann umgehend mit der Erstversorgung. Gemeinsam mit dem inzwischen eingetroffenen Notarzt leitete er weitere medizinische Maßnahmen ein. Erst später wurde Borresch bewusst, dass sich der mutmaßliche Täter noch im Wohnhaus befand und bewaffnet war.
Neunjähriger meldet Brand in Trier-Feyen
Am 6. Mai 2025 bemerkte der damals neunjährige Julius Lorenz aus Lampaden beim Einkaufen mit seiner Mutter aufsteigenden Rauch in Trier-Feyen. Er erkannte die mögliche Gefahr und überzeugte seine Mutter, der Ursache nachzugehen. Nachdem sie den Brand entdeckt hatten, verständigte Julius selbstständig die Feuerwehr.
Jugendliche von Eisenbahnbrücke gerettet
Am 13. Mai 2025 hielten Rebecca Albrecht und Amirhossein Khosravianghadikolaei in Trier-Ehrang an, nachdem sie eine Jugendliche hinter dem Geländer einer Eisenbahnbrücke bemerkt hatten. Während Albrecht den Notruf absetzte und beruhigend auf die Jugendliche einsprach, kletterte Khosravianghadikolaei gemeinsam mit einem weiteren Helfer über das Geländer und hielt die Jugendliche bis zum Eintreffen der Polizei fest. Gemeinsam gelang es, sie in Sicherheit zu bringen.
Unterstützung bei Polizeieinsatz auf Brücke
Am 19. Juni 2025 beobachtete Timo Möger aus Morbach auf einer Brücke bei Gonzerath einen laufenden Polizeieinsatz. Ein Mann befand sich hinter dem Brückengeländer. Möger stoppte sein Fahrzeug und half unaufgefordert dabei, den Mann gemeinsam mit den Beamten zurück über das Geländer zu heben und zu sichern.
Hilferuf am Hauptbahnhof erkannt
Am 19. April 2025 bemerkten Valeria Lizenberger aus Speicher und Edanur Karademir aus Trier am Trierer Hauptbahnhof das internationale Handzeichen „Signal for help“. Eine 14-Jährige machte so auf sich aufmerksam, da sie von einem Mann bedrängt und sexuell belästigt wurde. Die beiden griffen ein, verständigten die Polizei und forderten den Mann auf, von der Jugendlichen abzulassen. Der Tatverdächtige konnte später ermittelt werden.
Betrug verhindert in Leiwen
Am 28. Oktober 2025 erschien eine 78-jährige Kundin in der Bankfiliale, in der Alexandra Floch aus Leiwen arbeitet. Die Frau wollte eine hohe Bargeldsumme abheben, wirkte nervös und gab zunächst keinen Grund an. Floch erkannte Anzeichen eines Call-Center-Betrugs, beruhigte die Kundin und verständigte gemeinsam mit ihr die Polizei. So konnte verhindert werden, dass die Frau ihr gesamtes Erspartes an Betrüger übergab.
Diebstahl in der Trierer Innenstadt gestoppt
Am 1. Dezember 2025 hielten Alexander und Christiane Pagel aus Orenhofen in der Trierer Innenstadt einen flüchtenden Ladendieb fest. Nachdem eine Mitarbeiterin eines Juweliers laut um Hilfe gerufen hatte, griff das Ehepaar ein und hielt den aggressiven Tatverdächtigen gemeinsam mit einem weiteren Zeugen bis zum Eintreffen der Polizei fest.




