

Gegen 7.30 Uhr geriet ein Kleinlaster mit Anhänger zwischen der Anschlussstelle Trier-Ehrang und Trier aus bislang ungeklärter Ursache ins Schleudern. Das Gespann prallte zunächst rechts gegen die Leitplanke und schleuderte anschließend auf die andere Fahrspur, wo es ebenfalls gegen die Leitplanke stieß. Dabei kippte der mit Sand voll beladene Anhänger um. Seine Ladung verteilte sich über beide Fahrspuren.
Für den Einsatz der Feuerwehr und die anschließenden Aufräumarbeiten musste die Autobahn im morgendlichen Berufsverkehr zunächst vollständig gesperrt werden. Aufgrund der ersten Meldungen waren die Einsatzkräfte von einem umgestürzten Lastwagen ausgegangen. Entsprechend umfangreich fiel die Alarmierung der Feuerwehr aus. Vor Ort stellte sich die Lage glücklicherweise weniger dramatisch dar: Umgekippt war der Anhänger.
Die Folgen für den Verkehr waren dennoch enorm. Während der knapp einstündigen Vollsperrung ging auf der A602 aus Richtung des Autobahndreiecks Moseltal kaum noch etwas. Anschließend wurde der Verkehr einspurig an der Unfallstelle vorbeigeführt. Der Rückstau reichte jedoch von der A602 bis auf die A1 und erreichte eine Länge von rund sieben Kilometern. In der Anfangsphase benötigten Autofahrer bis zu anderthalb Stunden, um die Unfallstelle zu passieren.
Auch auf der Ehranger Brücke und auf der Zufahrt von der L151 aus Richtung Hermeskeil zur A602 bildeten sich lange Staus. Zahlreiche Verkehrsteilnehmer versuchten deshalb, über Kenn und Trier-Ruwer in Richtung Trier auszuweichen. Doch die direkte Verbindung zwischen Kenn und Ruwer ist derzeit wegen einer Baustelle vollständig gesperrt.
So fuhren unzählige Fahrzeuge durch die engen Straßen der Ortslage Kenn, um über einen schmalen Waldweg an der Kennerlay nach Trier-Ruwer zu gelangen. Auch dort kam der Verkehr zeitweise zum Erliegen – zum Erstaunen vieler Anwohner, die sich plötzlich mit einer großen Zahl von Autos vor ihren Häusern konfrontiert sahen.
Kurz vor 10 Uhr waren die Aufräumarbeiten auf der Autobahn abgeschlossen. Die verbliebene Fahrspursperrung konnte aufgehoben werden, sodass wieder beide Spuren zur Verfügung standen. Erst nach und nach lösten sich die Staus auf.
Obwohl niemand verletzt wurde, hatte der Unfall weitreichende Folgen: Ein umgekippter Sandanhänger genügte, um den Berufsverkehr zum Wochenstart auf der Autobahn und in den umliegenden Orten über Stunden erheblich zu beeinträchtigen.
Text: Florian Blaes




