Claudia Neumann

Verwaltungen in Stadt und Landkreis führen Bezahldienst Wero ein

Trier/Region. Bürger können Verwaltungsgebühren künftig online mit der europäischen Bezahllösung Wero begleichen – den Anfang macht das Trierer Rathaus.

In der Trierer Stadtverwaltung steht Wero als neues Zahlungsmittel für Online-Dienstleistungen zur Verfügung.

In der Trierer Stadtverwaltung steht Wero als neues Zahlungsmittel für Online-Dienstleistungen zur Verfügung.

Bild: Stadt Trier

Immer mehr Menschen in Deutschland nutzen die europäische Bezahllösung Wero – nach Angaben der Sparkasse Trier sind es inzwischen rund sechs Millionen. Nun können Bürgerinnen und Bürger in der Region Trier auch bei ihren Verwaltungen online mit Wero zahlen.

Im Trierer Rathaus ist Wero als Zahlungsmittel für alle Dienstleistungen nutzbar, die online gebucht werden können. Der Landkreis Trier-Saarburg sowie die Verbandsgemeinden Konz, Schweich, Hermeskeil und Ruwer führen die neue Bezahlmöglichkeit schrittweise ein.

Zahlung per Smartphone

Wero ermöglicht Zahlungen direkt aus der eigenen Banking-App oder über die Wero-App. Geld lässt sich über die Handynummer an Freundeskreis und Familie senden, mehr als 150 Onlineshops akzeptieren die Lösung bereits. Weitere stationäre Händler sollen im Laufe des Jahres 2026 folgen.

Für Bürgerinnen und Bürger bedeutet das: Verwaltungsgebühren, etwa für Meldebescheinigungen, lassen sich digital begleichen. Bei der Sparkassen-Finanzgruppe ist Wero direkt in die Banking-App „Sparkasse“ integriert.

Sparkasse Trier mit hoher Nutzungsquote

Die Sparkasse Trier gehört nach eigenen Angaben bundesweit zu den Instituten mit der höchsten Wero-Nutzung: Mehr als die Hälfte der App-Nutzerinnen und -Nutzer habe sich bereits für die digitale Bezahlfunktion registriert. Auch Kundinnen und Kunden anderer Banken können Wero nutzen, entweder in der eigenen Banking-App oder über die eigenständige Wero-App.

Peter Späth, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Trier, erklärt, Wero sei für die Sparkasse mehr als eine neue Bezahlfunktion – man trage damit bewusst ein Stück europäische Unabhängigkeit in die Region. Zahlungen blieben in Europa und würden nach europäischen Datenschutz- und Sicherheitsstandards geschützt.

Weniger Aufwand für Verwaltungen

Für die Kommunalverwaltungen bringe Wero Entlastungen: Zahlungen würden in Echtzeit abgewickelt, der manuelle Aufwand sinke, und die Transaktionskosten lägen unter denen klassischer Kreditkartenzahlungen. Da alle Zahlungen in Europa verarbeitet würden, erfülle Wero zudem die Datenschutz- und Sicherheitsstandards der EU, teilt die Sparkasse mit.

Thorsten Kraus, Chief Digital Officer der Stadtverwaltung Trier, sagt, Zahlungen liefen schneller, der Aufwand sinke und die Gebühren seien niedriger. Die Menschen in Trier könnten Gebühren nun in wenigen Sekunden direkt über ihre Banking-App begleichen.

Diese Verwaltungen sind dabei

Folgende Verwaltungen in der Region Trier akzeptieren die Online-Zahlung mit Wero bereits oder planen die Einführung:

  • Stadtverwaltung Trier
  • Kreisverwaltung Trier-Saarburg
  • Verbandsgemeinde Konz
  • Verbandsgemeinde Schweich
  • Verbandsgemeinde Ruwer
  • Verbandsgemeinde Saarburg-Kell
  • Verbandsgemeinde Hermeskeil