

Das Krankenhaus Maria Hilf Daun soll auch künftig ein breites medizinisches Angebot vorhalten. Das Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Gesundheit Rheinland-Pfalz hat dem Haus mitgeteilt, welche Behandlungen und Fachbereiche im Rahmen der neuen Krankenhausplanung vorgesehen sind. Insgesamt erhält das Krankenhaus 16 sogenannte Leistungsgruppen, in denen bestimmte medizinische Behandlungen zusammengefasst werden.
Die Kapazität bleibt bei 257 Planbetten. Dazu gehören zehn intensivmedizinische Betten und 14 Betten für Psychosomatik. Geschäftsführer Oliver Zimmer sieht darin eine Bestätigung des Standorts: "Die geplante Zuweisung ist eine klare Bestätigung unserer medizinischen Qualität und unserer Rolle als tragende Säule der Versorgung in einem großflächigen ländlichen Raum."
In der Kardiologie kann das Krankenhaus sein bisheriges breites Behandlungsspektrum fortführen. Vorgesehen sind die interventionelle Kardiologie, die Versorgung mit Herzschrittmachern und anderen sogenannten kardialen Devices sowie Untersuchungen und Ablationen zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen.
Nach Angaben des Krankenhauses ist Daun neben den Kardiologien in Trier und Koblenz der einzige Standort mit diesem umfassenden Angebot.
Auch die Orthopädie und Unfallchirurgie erhält alle beantragten wichtigen Bereiche. Dazu gehören künstliche Hüft- und Kniegelenke, Wechsel- und Korrekturoperationen an bereits eingesetzten Gelenkprothesen, Wirbelsäuleneingriffe und die Spezielle Traumatologie.
Besonders die sogenannten Revisionseingriffe werden künftig stärker konzentriert. Wechsel- und Korrekturoperationen an Hüft- und Knieprothesen sollen nur noch an 17 der 74 Plankrankenhaus-Standorte in Rheinland-Pfalz möglich sein. Das Krankenhaus Maria Hilf Daun gehört dazu.
Nach Angaben des Hauses verfügen im Vergleich der zehn Standorte zwischen Trier, Prüm, Bitburg, Wittlich, Mayen und Koblenz künftig nur vier Krankenhäuser über das vollständige orthopädische Angebot einschließlich dieser Eingriffe.
Gesichert sind zudem die Geriatrie und die Palliativmedizin. Damit können ältere und mehrfach erkrankte Patienten weiterhin in Daun behandelt werden.
Auch die Stroke Unit bleibt erhalten. Schlaganfallpatienten können damit weiterhin am Standort versorgt werden.
Für die Notfallmedizin sind ebenfalls die wesentlichen Bereiche vorgesehen. Dazu zählen unter anderem die Allgemeine Innere Medizin, die Komplexe Gastroenterologie, die Allgemeine Chirurgie, die Spezielle Traumatologie, die Intensivmedizin und die Stroke Unit.
Nicht vollständig berücksichtigt wurden dagegen die Anträge des Krankenhauses für die Gefäßchirurgie. Behandlungen unter anderem von Bauchaortenaneurysmen sowie Eingriffe an der Halsschlagader sind für Daun zunächst nicht vorgesehen.
Nach Angaben des Krankenhauses waren die medizinischen Gutachten für diese Bereiche positiv ausgefallen. Die Geschäftsführung sieht deshalb weiteren Abstimmungsbedarf mit der Planungsbehörde. Nach dem derzeitigen Planungsstand würde die gefäßchirurgische Versorgung zwischen Trier und Koblenz künftig nur noch an einem Standort angeboten.
Insgesamt sieht sich das Krankenhaus durch die geplanten Vorgaben in seiner Ausrichtung bestätigt. Die Geschäftsführung kündigt an, die zugewiesenen Schwerpunkte weiterzuentwickeln und in Qualität, Personal und Technik zu investieren.




