

Besondere Leistungen von Bürgern im Ehrenamt würdigen und mit einem Preis belohnen - das ist eines der Ziele der Staab-Stiftung. Jüngst fand die Verleihung des Hans-und Ilse Staab Sozialpreises 2026 statt. Die Staab-Stiftung, im Jahr 1996 von den beiden Ehrenbürgern Ilse und Hans Staab gegründet, hat sich zum Ziel gesetzt, alle zwei Jahre besondere ehrenamtliche Leistungen von Bürgern zu würdigen und mit einem Preis zu belohnen. Die Ausgezeichneten dürfen sich nicht nur über eine Urkunde freuen, sondern auch über eine Geldprämie. »Wir unterstützen auf diesem Weg die sozial Schwachen in Stadt und Kreis Bad Kreuznach«, sagte der Vorsitzenden der Hans und Ilse Staab-Stiftung, Jürgen Höning, bei der Verleihung des Hans-und Ilse Staab Sozialpreises durch die Staab-Stiftung.
Über einen Sozialpreis freuen darf sich Gisela Bernspitz, die, wie sie sagt, »34 Jahre mit Freude« wertvolle Hilfsdienste in Kliniken leistete. Viel Dankbarkeit komme ihr entgegen, wenn sie zum Beispiel Menschen im Rollstuhl spazieren fahre. »Viele haben keine Familie mehr und wollen gerne mit jemandem sprechen – zuhören reicht oft aus«, erzählt sie. Immer am Wochenende trifft sie auf den Kreis, den sie mit viel Engagement betreut. »Mit fünf Leuten hat es begonnen, jetzt sind es neun«, so die Geehrte.
Marianne Lück, seit langem bei der Telefonseelsorge aktiv, gehört ebenfalls zu den Geehrten. Reden ist ihr wichtig, auch wenn zuhören seit 30 Jahren der wichtigste Teil ihrer Aufgabe ist. Rund um die Uhr sind Telefonseelsorger im Einsatz und immer erreichbar, wenn es darum geht, Hilfesuchende geduldig anzuhören und ihnen wenn möglich die richtigen Ratschläge zu geben. »Die meisten Anrufer nennen sich mit Namen, viele wollen aber auch anonym bleiben. Einer ruft seit dreißig Jahren immer wieder an“, erzählt die Seelsorgerin aus ihrem Ehrenamt und ergänzt. »Selbst wenn jemand in einer Familie oder Ähnlichem lebt, wird unsere Hilfe bei der Lösung von Problemen sehr geschätzt. Oft ist viel Einsamkeit spürbar.« Mitstreiter werden bei der Telefonseelsorge immer gesucht. Für die anspruchsvolle Aufgabe werden sie gründlich geschult.
Auch das Schwimmbad in Bad Münster am Stein hat seine ehrenamtlichen Helden. »Einer für alle, alle für einen« könnte der Einsatz der Beteiligten überschrieben werden, seit im Jahr 2014 das Schwimmbad in Bad Münster am Stein-Ebernburg im Zuge der Städtefusion geschlossen wurde und sich für den Weiterbetrieb eine Genossenschaft bildete. Ein Förderverein hatte sich schon zehn Jahre davor gegründet. Inzwischen wird das Bad von Erwachsenen, Kindern und Jugendlichen sehr gut besucht. Auch zwei Mitstreiter des Schwimmbades durften die Ehrung der Staab-Stiftung mit Stolz entgegennehmen. So ist Thomas Wighardt als Kassierer eingesetzt und Karin Scheick verwaltet den Kiosk. »Damit ist nur ein Teil der Aufgaben genannt, denn der Rasen muss geschnitten werden, die Fußbecken müssen abgespritzt und die vollen Abfallkörbe entleert werden – das alles ist nur ein Bruchteil der vielen Aufgaben«, gibt Thomas Wighardt einen Einblick in die Aufgabenfülle, die täglich erledigt werden muss. Als Kassierer sorgt er zudem dafür, dass alle Belege ordnungsgemäß dem Ordnungs- und Finanzamt vorgelegt werden können. Karin Scheick ist mit zwölf Personen in einem Team und wechselt sich im Schichtdienst ab. »Einkäufe für den Kiosk machen, die Abrechnungen erledigen, und das alles oft bei einer Temperatur von 30 bis 40 Grad.« Sie wie alle anderen Ausgezeichneten und die Vertreter der Staab-Stiftung sind sich einig: Ohne Ehrenamt ginge es in vielen Bereich nicht.




