Kai Brückner

Waldbrand bei Traisen: Evakuierung bleibt weiter bestehen

Die Evakuierung der gesamten Gemeine Tarisen an der Nahe im Kreis Bad Kreuznach bleibt auch am heutigen Montag bestehen. Grund: Seit Samstagnachmittag bekämpfen Feuerwehren und Hilfsorganisationen einen Waldbrand im Bereich des Rotenfels bei Traisen, der sich auf fast drei Hektar ausgeweitet hat und zudem in einem in einem Kampfmittelgefahrengebiet liegt. (Der WochenSpiegel berichtete.)
„Die Einsatzmaßnahmen der vergangenen Nacht zeigen Wirkung“, so Einsatzleiter Alexander Roßkopf am Morgen nach der ersten Lagebesprechung. Auch der in der Nacht von Sonntag auf Montag einsetzende Regen habe positive Auswirkungen auf die Dynamik des Brandes gehabt. Zudem habe sich das Feuer aufgrund der Brandschneisen und Kreisregner nicht weiter ausbreiten können. "Da jedoch weiterhin die Gefahr durch Explosionen von Kampfmittel, die in dem Waldstück vermutet werden, nicht ausgeschlossen werden kann, wird im Laufe des Vormittages ein Löschroboter eingesetzt, um in das betroffene Waldstück einzudringen und hier wirksame Löschmaßnahmen einzuleiten", so Roßkopf. Auch die Evakuierung der Gemeinde Traisen bleibe weiterhin bestehen.
 
Es sind aktuell insgesamt rund 600 Einsatzkräfte im Einsatz. Das Personal wird in insgesamt vier Einsatzabschnitten durch die Technische Einsatzleitung des Landekreises geführt und koordiniert. Unterstützung erfährt der Landkreis hierbei durch Einsatzkräfte aus dem gesamten Bundesland. So wurden zum Beispiel die Waldbrandzüge der überörtlichen Hilfe des Landes Rheinland-Pfalz bereits am Samstag in den Einsatzraum verlegt. Spezialeinheiten zur Waldbrandbekämpfung unterstützen zudem bei der Bewältigung der Einsatzlage.
 
Der Verkehrsraum rund um das Einsatzgebiet bleibt großräumig abgesperrt. Aufgrund der anhaltenden Brandentwicklung bleibt die Ortsgemeinde Traisen weiterhin vollständig evakuiert. Betroffen sind rund 650 Personen. Die Polizei führt regelmäßig Streifenfahrten in der evakuierten Ortsgemeinde durch. Es besteht derzeit keine Gefahr für Hab und Gut. Wie lange die Einsatzmaßnahmen noch andauern, kann Einsatzleiter Alexander Roßkopf zufolge derzeit nicht abgeschätzt werden.