Andreas Bender

A61: Finale Bauphase mit Abbrucharbeiten der Talbrücken gestartet

Hunsrück. Die Autobahn GmbH hat mit dem Rückbau der Talbrücken Pfädchensgraben und Tiefenbachtal begonnen. Damit ist die finale Phase des sechsstreifigen Ausbaus der A61 zwischen Rheinböllen und der Rastanlage Hunsrück gestartet.

Video: Maurice Kaluscha, Autobahn GmbH

 

Beide Brücken  aus den 1960er-Jahren werden durch leistungsfähige Neubauten ersetzt. Der Start der Abbrucharbeiten markiert eine zentrale Phase im Großprojekt, das neben dem Brückenersatz auch den sechsstreifigen Ausbau des 7,6 Kilometer langen Abschnitts zwischen der Anschlussstelle Rheinböllen und der Tank- und Rastanlage Hunsrück umfasst.

 

»Mit der Erneuerung der Talbrücken stärken wir eine der wichtigsten Nord-Süd-Achsen im Westen und Südwesten Deutschlands dauerhaft. Der Ausbau ist ein Schlüsselprojekt für die Leistungsfähigkeit und Sicherheit der A61 für die kommenden Jahrzehnte«, sagt Markus Gerhards, Direktor der Niederlassung West.

 

Der Verkehr beider Fahrtrichtungen wurde in den vergangenen Monaten auf die bereits fertiggestellten nördlichen Teilbauwerke der Talbrücken und die darauf verlaufende Richtungsfahrbahn Koblenz verlegt, sodass der Abbruch unter laufendem Verkehr erfolgen kann. Nach dem Rückbau starten ab 2027 der Neubau der südlichen Brückenhälften und der zugehörige Ausbau der Richtungsfahrbahn Speyer.

 

»Der Rück- und Neubau beider Talbrücken ist technisch anspruchsvoll, aber entscheidend für einen zügigen Projektfortschritt. Unser Ziel ist es, die umfangreiche Gesamtmaßnahme bis Ende 2029 abzuschließen«, sagt Sandro Vincenzi, Leiter der Außenstelle Wiesbaden. Damit liegt das Projekt vier Jahre über dem ursprünglichen Zeitplan.  Beim Spatenstich im Jahr 2017 durch den LBM Rheinland-Pfalz war noch von einer geplanten Fertigstellung im Jahr 2025 die Rede. Die Autobahn GmbH des Bundes hat die Bauherrschaft vom LBM übernommen, nachdem die Autobahnen seit 2021 nicht mehr zur Auftragsverwaltung der Länder gehören.

 

Der Ausbau der A61 vor und hinter den beiden Talbrücken ist bis auf Restarbeiten außerhalb der Fahrbahn abgeschlossen und vollständig für den Verkehr nutzbar. Durch den sechsstreifigen Ausbau und den Neubau der Brücken ist die Strecke künftig für eine Verkehrsbelastung von bis zu 100 000 Fahrzeugen pro Tag und einem hohen LKW-Aufkommen ausgelegt. Die Gesamtkosten betragen rund 151 Millionen Euro.