Andreas Bender

Amphibien gehen wieder auf Wanderschaft

Rhein-Hunsrück. Heimische Amphibienarten wie die Erdkröte, der Grasfrosch oder auch Molche begeben sich ab Mitte Februar auf ihre jährliche Reise.
Heimische Amphibien  treten die Wanderung zu ihren Laichplätzen vorzugsweise nachts an. Dabei überqueren sie mitunter auch Verkehrsstraßen.

Heimische Amphibien treten die Wanderung zu ihren Laichplätzen vorzugsweise nachts an. Dabei überqueren sie mitunter auch Verkehrsstraßen.

Bild: Archiv

Auf dem Weg zu ihren Laichgewässern legen sie beachtliche Strecken von bis zu mehreren Kilometern zurück. Dabei queren sie auch vielbefahrene Straßen, die für sie zur Gefahr werden können. Die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord appelliert daher an Verkehrsteilnehmende, in den nächsten Wochen Rücksicht auf wandernde Amphibien zu nehmen.

 

Wann genau die Amphibien zu ihren Laichgewässern aufbrechen, hängt von der Außentemperatur und der Luftfeuchtigkeit ab. Sobald die nächtlichen Temperaturen mehrere Tage infolge auf fünf bis zehn Grad Celsius klettern, machen sich frühlaichende Arten wie zum Beispiel der Grasfrosch (Rana temporaria) oder die Erdkröte (Bufo bufo) auf den Weg. Dabei bevorzugen sie bekannte Strecken.

 

Diese führen häufig über vielbefahrene Verkehrsstraßen, die für sie lebensbedrohlich sein können. Neben dem Risiko, von den Fahrzeugreifen erfasst zu werden, kann auch das bloße Hinwegfahren über Amphibien für sie weitreichende Folgen haben. Denn ab Geschwindigkeiten von 30 km/h entsteht unterhalb des Fahrzeugs ein Unterdruck, der zu schweren inneren Verletzungen führen kann. Daher bittet die SGD Nord als Obere Naturschutzbehörde in den kommenden Wochen um besondere Vorsicht.

 

 


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