Andreas Bender

Azubis leiten Station: Mitten im echten Klinikalltag souverän die Pflege gemeistert

Simmern. Patienten versorgen, Abläufe koordinieren, Absprachen im Team treffen – und dabei den Überblick behalten: Für 18 Auszubildende der Stiftung kreuznacher diakonie wurde das jetzt Realität, im Rahmen des Projekts »Auszubildende leiten eine Station«.

Zwei Wochen lang übernahmen die Auszubildenden (weiße Arbeitskleidung) die Verantwortung für eine Station in den Diakonie Kliniken Hunsrück, mit Unterstützung der Praxisanleiterinnen und -anleiter.

Zwei Wochen lang übernahmen die Auszubildenden (weiße Arbeitskleidung) die Verantwortung für eine Station in den Diakonie Kliniken Hunsrück, mit Unterstützung der Praxisanleiterinnen und -anleiter.

Bild: Stiftung kreuznacher diakonie, Franziska Krämer

Im Projekt hat der Oberkurs der generalistischen Pflegeausbildung unlängst zwei Wochen lang gezeigt, was er kann. Gemeinsam haben sie den Stationsalltag der Station 2R (Allgemein- und Viszeralchirurgie) in den Diakonie Kliniken Hunsrück eigenständig organisiert.Den Großteil ihres Rüstzeugs haben die jungen Menschen bereits in der Pflegeschule in Simmern und in den Einrichtungen der Stiftung kreuznacher diakonie erhalten.

Mit der Aufgabenstellung „Leitung einer Station” waren sie nun gefordert, ihre theoretischen Kenntnisse in die Praxis umzusetzen. Von der Aufnahme bis zur Entlassung haben die angehenden Pflegefachkräfte alle Aufgaben übernommen, die sonst in den Händen ihrer Kolleginnen und Kollegen liegen. Frühdienst, Spätdienst, Nacht- und Wochenendschichten inklusive. Eine Herausforderung, die sie mit viel Engagement und Teamgeist gemeistert haben. „Es war eine intensive Zeit, aber genau die Erfahrung, die im Berufsalltag zählt“, sagt Leon Werner. Der Auszubildende wird nach bestandenem Examen in der zentralen Notaufnahme der Diakonie Kliniken Hunsrück arbeiten.

Das Projekt „Leiten einer Station“ ist fester Bestandteil der praktischen Ausbildung der Klinik in Simmern. Rund ein halbes Jahr vor dem Abschluss haben die Auszubildenden so die Chance, Verantwortung zu übernehmen und Sicherheit für das anstehende Examen und den Berufsstart zu gewinnen – praxisnah, intensiv und mitten im echten Klinikalltag.„Organisation, Verantwortung und Teamarbeit werden hier nicht nur vermittelt, sondern wirklich gelebt“, sagt Noah Bonn, freigestellter Praxisanleiter und stellvertretender Stationsleiter der Station 2R. „Die Auszubildenden haben gezeigt, wie Pflegekompetenz durch Vertrauen, Mut und echte Erfahrungen wächst. Das macht uns sehr stolz.“

Ganz auf sich allein gestellt waren die Auszubildenden in den zwei Wochen jedoch nicht. Praxisanleiterinnen und -anleiter, Pflegefachpersonen, Hygienefachkräfte sowie das Leitungsteam der Station 2R standen jederzeit unterstützend im Hintergrund bereit.