Blauzungenkrankheit: Erster Fall im Rhein-Hunsrück-Kreis festgestellt
Seit Ende Juli 2024 ist ein sprunghafter Anstieg des Auftretens der Blauzungenkrankheit in Rheinland-Pfalz zu verzeichnen. Die Blauzungenkrankheit ist eine anzeigepflichtige, virusbedingte Tierseuche der Wiederkäuer. Es handelt es sich um eine nicht ansteckende Infektionskrankheit, die durch kleine blutsaugende Mücken (Gnitzen) zwischen den empfänglichen Tieren (wie Rinder, Schafe, Ziegen, Wildwiederkäuer wie Damwild, Rotwild oder Rehwild) übertragen wird.
Eine sichere Diagnose kann nur über eine Blutuntersuchung gestellt werden. Aufgrund der zahlreichen Neuinfektionen und der zurzeit optimalen Lebens- und Vermehrungsbedingungen für die Gnitzen als Überträger rät die Kreisverwaltung dringend zur Impfung von Rindern, Schafen und Ziegen. Ebenfalls sollten die Tiere vor Stechfliegen geschützt werden. Wirksame und für die Tierart zugelassene Mittel (sogenannte Spot On Produkte) erhalten Sie bei Ihrem Tierarzt.
Die Impfung ist freiwillig, das Land und die Tierseuchenkasse unterstützen die Tierhalter mit einer Impf-Beihilfe in Form eines Zuschusses von 2,50 Euro pro Rind sowie 2,00 Euro pro Schaf und Ziege.Ebenso erfolgt eine anteilige Übernahme von den Laborkosten am Landesuntersuchungsamt von 70 Prozent bei Rindern und 50 Prozent bei kleinen Wiederkäuern. Ausführliche Informationen zur Impfung gegen das Virus der Blauzungenkrankheit gibt die Ständige Impfkommission Veterinärmedizin (StIKo Vet) am Friedrich-Loeffler-Institut.
Da Rheinland-Pfalz aufgrund der zahlreichen neuen Blauzungenkrankheitsfälle nicht mehr frei von der Krankheit ist, gelten Verbringungseinschränkungen. Die aktuellen Regelungen und Vordrucke zur Verbringung von Tieren entnehmen Sie folgendem Link: https://mkuem.rlp.de/themen/tiere-und-tierwohl/tiergesundheit-tierseuchenbekaempfung/blauzungenkrankheit-bt
Für Fragen und Beratung zur Blauzungenkrankheit wenden Sie sich bitte an das Veterinäramt der Kreisverwaltung: vetamt@rheinhunsrueck.de; 06761/ 82 810.