

Gegen 4.41 Uhr wurden die Einsatzkräfte wegen auslaufender Betriebsstoffe aus einem Lastwagen alarmiert. Beim Eintreffen der Feuerwehr bestätigte sich die Lage schnell: Nach einer Kollision zweier Lkw war der Tank eines Fahrzeugs beschädigt worden. Rund 500 Liter Dieselkraftstoff liefen aus. Ein Teil des Kraftstoffs gelangte zudem in die Kanalisation.
„Circa 150 Liter sind bereits in einen Kanal eingetreten“, erklärte Thorsten Weißhaupt, Wehrführer der Feuerwehr Pfalzfeld und stellvertretender Wehrleiter der Verbandsgemeinde Hunsrück-Mittelrhein. „Da die Abläufe in ein öffentliches Gewässer führen, wurden umgehend umfangreiche Maßnahmen zum Schutz der Umwelt eingeleitet.“
Die Feuerwehr verhinderte zunächst durch großflächiges Ausbringen von Bindemitteln und das Unterstellen von Auffangwannen ein weiteres Eindringen des Diesels in die Kanalisation. Der beschädigte Tank wurde abgepumpt und provisorisch abgedichtet.
Zusätzlich errichteten die Einsatzkräfte mehrere Ölsperren in den Bereichen der Gemarkungen Hungenroth und Dörth, um eine weitere Ausbreitung des Kraftstoffs zu verhindern. Nach Angaben der Feuerwehr konnte gemeinsam mit der unteren Wasserbehörde eine Verunreinigung der Gewässer erfolgreich verhindert werden.
Im weiteren Verlauf wurden die betroffenen Kanäle durch eine Spezialfirma gespült, um bei späteren Regenfällen ein erneutes Ausschwemmen von Dieselresten zu vermeiden. Parallel dazu reinigte ein Fachunternehmen aus Bad Kreuznach die Fahrbahn großflächig.
Insgesamt waren rund 59 Einsatzkräfte vor Ort. Neben den Feuerwehren aus Pfalzfeld, Dörth und Lingerhahn waren auch Kräfte des Rhein-Hunsrück-Kreises beteiligt, darunter der Gerätewagen Gefahrgut aus Rheinböllen sowie der Abrollbehälter Wasser aus Simmern. Für die Einsatzkräfte war es bereits der dritte Einsatz innerhalb kurzer Zeit mit dem Stichwort „Diesel“. Trotz der ungewöhnlichen Häufung zog die Feuerwehr am Ende eine positive Bilanz: Eine Ausbreitung des Kraftstoffs in öffentliche Gewässer konnte verhindert werden.




