

Die 650 Rotkreuzlerinnen und Rotkreuzler aus Rheinland-Pfalz, Hessen, dem Saarland, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen stellen die medizinische Versorgung der Besucherinnen und Besucher sicher. Mit dem Eintreffen der ersten Einsatzkräfte am Mittwochmorgen beginnt damit einer der größten Sanitätsdienste des DRK in Deutschland, bei dem an den beiden Hauptveranstaltungstagen zeitweise knapp 200 Einsatzkräfte gleichzeitig auf dem Festivalgelände tätig sein werden – von Sanitäterinnen und Sanitätern über Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter bis hin zu Rettungsdienstpersonal und Notärztinnen sowie Notärzten.
Die Vorbereitungen auf einen Einsatz dieser Größenordnung beginnen bereits Monate vor Festivalstart. Schon seit Januar laufen die Planungen für Personal, Material und Logistik sowie für die medizinische Infrastruktur, Unterbringung und Verpflegung der Einsatzkräfte. Dass der Sanitätsdienst seit drei Jahrzehnten zuverlässig funktioniert, ist nicht zuletzt das Ergebnis der engen und vertrauensvollen Zusammenarbeit mit dem Veranstalter I-Motion und allen beteiligten Organisationen.
„Seit 30 Jahren verbindet uns mit der NATURE ONE eine partnerschaftliche Zusammenarbeit, die von gegenseitigem Vertrauen und einer kontinuierlichen Weiterentwicklung geprägt ist. Gemeinsam arbeiten wir jedes Jahr daran, den Sanitätsdienst weiter zu optimieren und den Festivalbesucherinnen und -besuchern ein sicheres Veranstaltungserlebnis zu ermöglichen“, erklärt Heinz-Dieter Wieß.
Die stetige Weiterentwicklung des Sanitätskonzeptes setzt sich auch in diesem Jahr fort. So wird das Medical Center auf dem Campinggelände nach erfolgreichem Probelauf im letzten Jahr, mit dem gleichen Konzept aufgebaut und betrieben wie das zentrale Medical Center auf dem Festivalgelände. Durch die Vereinheitlichung von Strukturen, Ausstattung und Abläufen können Patientinnen und Patienten an beiden Standorten nach identischen Standards versorgt werden, was die Zusammenarbeit der Einsatzkräfte zusätzlich erleichtert.
Darüber hinaus wurde das Einsatzkonzept für Einsatzlagen mit vielen Verletzten mit einer größeren Anzahl verletzter oder erkrankter Personen umfassend überarbeitet. Klare Führungsstrukturen, optimierte Behandlungsabläufe und definierte Versorgungswege ermöglichen es, auch außergewöhnliche Einsatzlagen schnell und professionell zu bewältigen. Gleichzeitig bleibt der Fokus selbstverständlich auf den zahlreichen alltäglichen Hilfeleistungen, die bei einer Großveranstaltung dieser Größenordnung anfallen – von kleineren Verletzungen bis hin zu internistischen oder chirurgischen Notfällen.
„Unsere Einsatzkräfte sind auf alle denkbaren Szenarien vorbereitet. Ganz gleich, ob es um eine kleine Schnittverletzung, einen Kreislaufkollaps oder eine außergewöhnliche Schadenslage geht – die Besucherinnen und Besucher können sich darauf verlassen, dass ihnen jederzeit schnell und professionell geholfen wird“, so Heinz-Dieter Wieß.
Gerade bei einer mehrtägigen Open-Air-Veranstaltung hat das Wetter erheblichen Einfluss auf das Einsatzgeschehen. Nach den aktuellen Vorhersagen muss insbesondere in der Nacht von Donnerstag auf Freitag mit Gewittern, kräftigen Regenfällen und stürmischen Böen gerechnet werden. Das Deutsche Rote Kreuz empfiehlt deshalb allen Festivalgästen, wetterangepasste Kleidung, festes Schuhwerk sowie warme Wechselkleidung mitzubringen. Insbesondere Campinggäste sollten ihre Zelte und Pavillons sorgfältig sichern und lose Gegenstände befestigen, damit diese auch bei starken Windböen keine Gefahr darstellen.



