Andreas Bender

Die Heimat neu erleben: Hunsrückverein hat sich neu aufgestellt

Hunsrück. Der Hunsrückverein hat sich neu aufgestellt. Eine neue Geschäftsstelle, Familien-Tage (zusammen mit der Waldherberge in Sargenroth) und die »Heimat-Touren« gehören seit diesem Jahr dazu.
Die Geschäftsstelle des Hunsrückvereins ist in der Waldherberge von Claus Hensen (links) beheimatet. Genau der richtige Ort, finden Claudia Herr und Jörg Mehler.

Die Geschäftsstelle des Hunsrückvereins ist in der Waldherberge von Claus Hensen (links) beheimatet. Genau der richtige Ort, finden Claudia Herr und Jörg Mehler.

Bild: Andreas Bender

Der Hunsrückverein wurde 1890 in Morbach gegründet – damals als »Verein für Mosel, Hochwald und Hunsrück«. Bereits zwei Jahre nach seiner Gründung gab der Verein den ersten Reiseführer heraus, durch den die Wanderwege an Bekanntheit erlangten.

Die vereinseigene Zeitschrift »Blätter für Mosel, Hochwald und Hunsrück« – heute das Jahrbuch des Hunsrückvereins - veröffentlichte detaillierte Beiträge in den Themen Geschichte, Volkskunde und Landschaft im gesamten Hunsrück. Auch setzte sich der Hunsrückverein für die Denkmalpflege in der Region ein – etwa für den Erhalt der Ruine der Burg Baldenau oder die Wildenburg.

Heute vereint der Hunsrückverein sieben Ortsgruppen in Bad Sobernheim, Birkenfeld, Idarwald-Horbruch, Monzingen, Morbach, Rheinböllen und Soonwald. »Wandern hat zuletzt wieder einen großen Boom erfahren. Allerdings nicht mehr wie früher in geführten Gruppen – sondern eher individuell oder zu zweit. Unser Ziel ist es, alle Generationen über die Naturerfahrung und kulturellen Angebote im Hunsrück zusammenzubringen«, sagt Julian Gröber, seit 2023 Vorsitzender des Hunsrückvereins.

Die Geschäftsstelle des Vereins ist seit Februar in der Waldherberge Sargenroth beheimatet. »Ein besonders günstiger Ort, da in der Nähe die wunderschöne Traumschleife Soonwald liegt, die viele Wanderer lockt«, findet Geschäftsführerin Claudia Herr. »Hier ergeben sich tolle Synergien.«

So laden die Waldherberge und der Hunsrückverein in den Sommermonaten gemeinsam zu »Sommer-Familienfesten« ein. Von Juni bis September, immer am ersten Sonntag im Monat, erwartet Familien ab 11 Uhr ein entspannter Tag mit gutem Essen (vom Team der angeschlossenen Waldschenke) und Aktivitäten für Groß und Klein. »Wir wollen damit ein neues Angebot schaffen für Familien in der Region«, sagt Herbergs-Chef Claus Hensen. »Zudem freuen wir uns, auch die neue Geschäftsstelle des Vereins zu beherbergen.«

Mit dem neuen Erlebnisbus »HeimatTouren« soll die Zusammenführung von Wanderern, Einheimischen und Interessierten an der Wald- und Kulturgeschichte des Hunsrücks ausgebaut werden. »Wir sind stolz, dass alle angebotenen Fahrten für 2026 fast ausgebucht sind«, verkündet Jörg Mehler, Sprecher der »HeimatTouren« und Geschäftsführer der Ortsgruppe Soonwald.

Der neue Erlebnisbus des Hunsrückvereins macht die Wald-, Landes- und Kulturgeschichte des Hunsrücks zwischen Mosel, Nahe und Rhein seit diesem Jahr erlebbar. »Wir haben so viele versteckte Schätze zu bieten, viele interessante Menschen und Geschichten, eine wunderbare und eindrucksvolle Natur. Und unsere Genussregion nicht zu vergessen«, so Mehler. Buchbar sind die Touren bei der Tourist-Info Simmern-Rheinböllen.

Zusätzlich gibt es eine Kooperation mit dem Nationalpark Hunsrück-Hochwald und dem Nationalparkbus ab 2027. »Selbstverständlich bleibt das Wandern unsere Kernmarke und wir bieten ein sehr umfangreiches und für alle Altersklassen ausgewogenes Programm an«, sagt Mehler weiter. »Und mit der Waldschenke haben wir im Rahmen der Touren sowie Wanderer eine tolle Möglichkeit zur Einkehr.«

Termine und weitere Informationen unter www.hunsrueckverein.de.