Andreas Bender

Erster Spatenstich für umfassende Neugestaltung des Rheinufers Oberwesel 

Oberwesel. Mit dem symbolischen ersten Spatenstich hat die Stadt Oberwesel offiziell den Startschuss für die umfassende Neugestaltung des Rheinufers gegeben. Kostenpunkt: rund 20 Millionen Euro.

Mit dem offiziellen Spatenstich startet das größte Stadtentwicklungsprojekt seit Jahrzehnten in Oberwesel durch.

Mit dem offiziellen Spatenstich startet das größte Stadtentwicklungsprojekt seit Jahrzehnten in Oberwesel durch.

Bild: Stadt Oberwesel

Zu den Gästen der Veranstaltung gehörten unter anderem der neue Minister für Kommunales des Landes Rheinland-Pfalz, Sven Teuber, Verbandsgemeindebürgermeister Peter Unkel sowie zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter von Behörden, Institutionen, Planungsbüros und beteiligten Unternehmen, die das Vorhaben begleiten und unterstützen. Stadtbürgermeister Jan Zimmer betonte in seiner Eröffnungsrede die besondere Bedeutung des Projekts für die Zukunft Oberwesels. „Hier entsteht nicht einfach nur eine Baustelle – hier gestalten wir Zukunft“, erklärte er vor den Gästen. Die Maßnahme werde das Stadtbild nachhaltig verändern und die Verbindung zwischen der historischen Altstadt und dem Rhein deutlich stärken.

Im Mittelpunkt des Projekts steht die umfassende Neugestaltung des Rheinufers. Ziel ist es, die bisher trennende Wirkung der Bundesstraße B9 zu reduzieren und eine bessere Verbindung zwischen Stadt und Fluss zu schaffen. Geplant sind neue Promenadenbereiche, attraktive Aufenthaltsflächen, Grünanlagen sowie Spiel- und Bewegungsangebote für Familien. Darüber hinaus entstehen barrierefreie Querungen, moderne Bushaltestellen sowie neu geordnete Fuß- und Radwege.

Das Projekt zählt mit einem Investitionsvolumen von mehr rund 20 Millionen Euro zu den größten Infrastruktur- und Stadtentwicklungsmaßnahmen der vergangenen Jahrzehnte. Der Stadtbürgermeister dankte insbesondere dem Stadtrat für die breite Unterstützung des Projekts sowie den Fördermittelgebern von Bund und Land. Die Förderung beträgt insgesamt 80 Prozent der Kosten. Ohne diese Förderung wäre die Umsetzung in dieser Größenordnung nicht möglich wäre, so Zimmer. Ebenso würdigte er die Arbeit der beteiligten Planungsbüros, Fachbehörden und Unternehmen sowie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verbandsgemeindeverwaltung, die das Vorhaben seit Jahren begleiten.

Neben der städtebaulichen Aufwertung setzt das Projekt auch auf moderne und nachhaltige Lösungen. Dazu gehören digital gesteuerte Beleuchtungssysteme sowie intelligente Bewässerungstechniken, die Ressourcen schonen und einen effizienten Betrieb ermöglichen. Gleichzeitig werden Aspekte der Klimaanpassung und ökologischen Aufwertung konsequent berücksichtigt.

Die Neugestaltung des Rheinufers ist ein wichtiger Baustein im Hinblick auf die Bundesgartenschau 2029, vor allem aber eine langfristige Investition in die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger. Trotz der mit der Bauzeit verbundenen Einschränkungen zeigt sich die Stadt überzeugt, dass sich die Geduld lohnen wird.