Andreas Bender

Erstes Tourismusforum Hunsrück-Nahe: Tourismus erwirtschaftet mehr als 1,2 Milliarden Euro

Hunsrück-Nahe. Der Tourismus in der Region Hunsrück-Nahe erwirtschaftet laut einer Wertschöpfungsstudie gut 1,21 Milliarden Euro Umsatz jährlich. Die Ergebnisse wurden im Rahmen des ersten Tourismusforums Hunsrück-Nahe vorgestellt.

Vertreter aus Tourismuswirtschaft, Politik, Verwaltung und regionaler Entwicklung beim ersten Tourismusforum Hunsrück-Nahe.

Vertreter aus Tourismuswirtschaft, Politik, Verwaltung und regionaler Entwicklung beim ersten Tourismusforum Hunsrück-Nahe.

Bild: Julia Hildebrand, BTE Mainz

Der Tourismus in der Region Hunsrück-Nahe ist ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Dies zeigt die aktuelle Wertschöpfungsstudie »Wirtschaftsfaktor Tourismus«, die von der IHK Koblenz, Saarland und Trier sowie der Hunsrück-Nahe Tourismus GmbH in Auftrag gegeben und von der dwif-consulting GmbH durchgeführt wurde. Laut der Wertschöpfungsstudie generiert der Tourismus in der Region jährlich 31,4 Millionen Aufenthaltstage und löst einen Bruttoumsatz von rund 1,21 Milliarden Euro aus.

 

Die Region Hunsrück-Nahe umfasst derzeit 298 gewerbliche Beherbergungsbetriebe mit insgesamt 22 260 Betten und verzeichnet jährlich mehr als zwei Millionen Übernachtungen. Die neue Destination Hunsrück-Nahe - Ende Januar sind die Regionalagenturen Hunsrück Touristik und Naheland Touristik fusioniert - hat Anteile an den Landkreisen Bad Kreuznach, Birkenfeld, Mainz-Bingen, Rhein-Hunsrück, Bernkastel-Wittlich sowie Cochem-Zell.

 

So zählen vor allem das Gastgewerbe mit errechneten 547,6 Millionen Euro Umsatz, der Einzelhandel mit 360 Millionen Euro sowie Dienstleistungsunternehmen mit 305,7 Millionen Euro dazu. Zu den direkten Ausgaben der Gäste gehören unter anderem Stadtführungen, Gastronomie, Beherbergung, Eintrittsgelder, Thermenbesuche, Einkauf im Lebensmittelhandel oder Fahrten mit dem öffentlichen Nahverkehr.

 

»Nicht zu unterschätzen sind die positiven wirtschaftlichen Effekte, die von Tagesgästen ausgehen: 22,5 Millionen Tagesreisen, entsprechen 70 Prozent aller Aufenthaltstage und machen 50 Prozent der touristischen Gesamtumsätze aus«, ergänzt Leander Wappler von  der IHK Saarland.

 

»Für den ländlichen Raum sind diese nicht exportierbaren Arbeitsplätze im Gastgewerbe und Tourismus aber auch den Zulieferbetrieben der zweiten Umsatzstufe wie Werbeagenturen, Bäckereien oder Brauereien enorm wichtig. Hier zeigt sich: Tourismus ist ein plus für alle«, erklärt Jan Heidemanns, von der IHK Trier.

 

»Unsere vorrangigen Ziele sind es, die Kräfte zu vereinen, Synergien zu nutzen und Hunsrück-Nahe künftig schlagkräftig am touristischen Markt zu positionieren«, betont Katja Hilt, Geschäftsführerin der Hunsrück-Nahe Tourismus GmbH. Künftig soll das Tourismusforum Hunsrück-Nahe als zentrale Plattform für Austausch, Vernetzung und strategische Diskussionen zum  Tourismus in der Region dienen.