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Andreas Bender

Ministerpräsidentin Malu Dreyer trifft das Ehrenamt im Rhein-Hunsrück-Kreis

Malu Dreyer hat den Rhein-Hunsrück-Kreis bei ihrer letzten "Im Land daheim-Tour" besucht, bei denen das ehrenamtliche Engagement im Mittelpunkt steht.

Nur zwei Tage vor ihrem offiziellen Rücktritt, trat die Ministerpräsidentin mit vielen ehrenamtlich engagierten Bürgerinnen und Bürgern im Kreis in den Austausch und besuchte verschiedene ehrenamtliche Initiativen vor Ort. Einen würdigen Abschluss fand die Reise in einem großen Ehrenamtsempfang in der Stadthalle in Kirchberg, bei dem die Ministerpräsidentin gemeinsam mit Landrat Volker Boch den Dialog mit zahlreichen Gästen suchte. "Ich freue mich sehr, dass sich Malu Dreyer noch Zeit genommen und die Im Land daheim-Tour im Rhein-Hunsrück-Kreis als einen ihrer letzten offiziellen Termine nicht abgesagt hat", so Landrat Volker Boch, der die Ministerpräsidentin durch den Kreis begleitete.

 

"Ehrenamt ist unersetzbar in unserer Gesellschaft. Die im Ehrenamt geleistete Arbeit ist mit Geld gar nicht aufzuwiegen. Sie ist eine wichtige Säule des gesellschaftlichen Zusammenhalts und unverzichtbar für das Funktionieren unserer Gesellschaft", so die Ministerpräsidentin. Ministerpräsidentin Malu Dreyer hat seit 2019 im Rahmen der "Im Land Daheim-Tour" fast alle Landkreise in Rheinland-Pfalz besucht. Auch während der Corona-Pandemie waren Veranstaltungen im Freien möglich. Die 14 Ehrenamtsreisen führten die Ministerpräsidentin in 14 Landkreise und fünf kreisfreie Städte. Dabei besuchte sie rund 50 Projekte mit etwa 1.000 ehrenamtlichen Teilnehmenden. Zudem traf sie bei 13 Bürgergesprächen und -empfängen im Rahmen der Tour rund 2.600 Bürger und Bürgerinnen.

 

Zum Auftakt der Reise in den Rhein-Hunsrück-Kreis besuchte Malu Dreyer die ehemalige Synagoge der jüdischen Gemeinde in Laufersweiler. Es ist die einzige im Rhein-Hunsrück-Kreis, die als solche noch erkennbar ist. Der 1989 gegründete Förderkreis Synagoge Laufersweiler e.V. setzt sich für deren Erhaltung und Nutzung als Begegnungsstätte ein, um jüdische Kultur, Geschichte und Tradition zu vermitteln. Studienfahrten nach Auschwitz und Israel sowie in die Palästinensischen Gebiete werden ebenfalls organisiert. "Ehrenamtliches Engagement ist ein zentraler Eckpfeiler für die Gedenkarbeit. Jüdisches Leben ist ein selbstverständlicher Teil des Zusammenlebens. Die Landesregierung möchte auch weiterhin zeigen, wie facettenreich und bedeutend jüdisches Leben in Rheinland-Pfalz war und ist und fördert darum diese Gedenkarbeit auch weiterhin", betonte Dreyer.

 

Anschließend besuchte die Ministerpräsidentin das Café International in Büchenbeuren. Das Café International bietet einen Treffpunkt für Menschen unterschiedlicher Herkunft, Geschlechter und Weltanschauungen. Es fördert die Integration und Teilhabe von zugewanderten Menschen durch kulturelle Angebote sowie persönliche Unterstützung und bietet Vernetzung. "Die gleichberechtigte Teilhabe aller am gesellschaftlichen Miteinander ist die Grundlage für den Zusammenhalt der vielfältigen Gesellschaft. Das Ehrenamt trägt wesentlich mit dazu bei, dass die Integration und Teilhabe von zugewanderten Menschen gelingt", unterstrich die Ministerpräsidentin.

 

Das Hunsrückmuseum in Simmern war das nächste Ziel von Dreyer. Dort traf sie die Brasilienfreunde aus unserer Region, welche die Partnerschaft mit Brasilien fördern. Dieses Jahr jährt sich die Auswanderung von deutschen Siedlern nach Brasilien zum 200. Mal (www.neueheimatbrasilien.com). Die Vereine der Brasilienfreunde im Kreis tragen zudem zur aktuellen Diskussion über Migration und Integration bei und stärken die regionale Vereinslandschaft. Im Museum ist die Ausstellung "NEULAND - 200 Jahre Auswanderung nach Brasilien" zu sehen. Nach einem Pressegespräch im Sitzungssaal der Kreisverwaltung des Rhein-Hunsrück-Kreises bildete ein Bürgerempfang in der Stadthalle in Kirchberg den Abschluss dieser "Im Land daheim-Tour". Interessierte Bürgerinnen und Bürger wurden eingeladen, sich mit Ministerpräsidentin Malu Dreyer zu allen Fragen des Ehrenamts auszutauschen.

 

Mich freut es zu sehen, mit wie viel Leidenschaft sich die Ehrenamtlichen im Kreis für verschiedene Initiativen einsetzen und zahlreiche Projekte über Jahre hinweg mit Freunde begleiten", stellte Landrat Volker Boch begeistert fest. "Es ist nicht immer leicht und vor allem mit viel Zeit verbunden, solche Arbeit zu leisten. Hierfür möchte ich allen ehrenamtlich Tätigen im Kreis danken."

 

"Ein herzlicher Dank gilt jedoch vor allem Ministerpräsidentin Malu Dreyer für ihren Besuch, ihr Interesse an den ehrenamtlichen Initiativen und für die Zeit, die sie sich für die Ehrenamtlichen im Rhein-Hunsrück-Kreis genommen hat", so der Landrat. "Ich habe größten Respekt vor Frau Dreyer. Sie hat ihre umfangreichen Aufgaben als Ministerpräsidentin mit großer Freude an ihrer Arbeit, an Rheinland-Pfalz und an den Menschen wahrgenommen, mit Herz und unermüdlichem Engagement. Frau Dreyer gebührt nach ihrer langjährigen Amtszeit mit vielen Herausforderungen höchste Anerkennung. Wir wünschen ihr für den kommenden Ruhestand das, was sie sich selbst erhofft und nur das Beste."

 

Das Engagement, das ich heute in drei beispielhaften Projekten erlebe und kennenlernen darf, beeindruckt mich sehr. Rund 1,5 Millionen Menschen und damit 42 Prozent der Rheinland-Pfälzer und Rheinland-Pfälzerinnen sind ehrenamtlich tätig. Die Landesregierung wird auch in Zukunft in allen Teilen des Landes, in den Städten und in den ländlichen Regionen die Breitenkultur und das ehrenamtliche Engagement, vielfach in Vereinen, Theatern, Orchestern, Museen, Bibliotheken, Musikschulen, in der freien Szene oder den soziokulturellen Zentren sichern und zukunftsfähig machen", unterstrich Ministerpräsidentin Malu Dreyer.


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