Andreas Bender

Türchen des Lions-Adventskalender öffnen sich 2026 zum 20. Mal

Hunsrück. Alle Jahre wieder gehört der Lions-Adventskalender in der Region genauso zu Weihnachten wie der Tannenbaum. Zum 20. Mal geht die diesjährige Auflage am 2. November in den Verkauf. Wir blicken zurück auf die Erfolgsgeschichte.

Von links: Wolfgang Nass, Erik Gregori und Ralf Nick präsentieren stolz den 20. Adventskalender des Lions Clubs Simmern-Hunsrück, der am Montag in den Verkauf geht.

Von links: Wolfgang Nass, Erik Gregori und Ralf Nick präsentieren stolz den 20. Adventskalender des Lions Clubs Simmern-Hunsrück, der am Montag in den Verkauf geht.

Bild: Andreas Bender

»Für uns ist der Adventskalender das wichtigste Instrument, um Gelder zu sammeln, mit denen wir kleine und große Projekte sowie Institutionen in der Region unterstützen können«, sagt Ralf Nick, Präsident des Lions Clubs Simmern-Hunsrück. Er betont: »Das sind Gelder aus der Region für die Region. Sicher auch ein Grund für den Erfolg des Adventskalenders. Dieser hat im Lions Club den höchsten Stellenwert.«

Bevor wir auf die Anfänge schauen, werfen wir einen Blick auf den diesjährigen Kalender. Hinter den 24 Türchen verstecken sich insgesamt 237 Preise im Gesamtwert von 21 698,90 Euro. »Damit konnten wir sowohl die Zahl der Gewinne als auch deren Wertigkeit gegenüber dem Vorjahr erhöhen«, freuen sich die Activity-Beauftragten des Lions-Clubs, Erik Gregori und Wolfgang Nass. »Es ist toll, wie unsere Aktion sowohl bei den Käufern als auch den Sponsoren weiterhin angenommen wird.« Der diesjährige Verkauf startet am 2. November (siehe Info unten). Wie die letzten Jahre gezeigt haben, sollte man sich beeilen: Die Kalender sind meist schnell vergriffen.

Angefangen hat 2007 alles mit einer Idee: »Wir haben nach einem Projekt gesucht, mit dem der Lions Club dauerhaft Geld für mildtätige Zwecke generieren kann. Dabei sind wir auf das Konzept der Benefiz-Adventskalender gestoßen und dachten, dies könnte umsetzbar sein für uns«, sagt Gregori. Nass ergänzt: »Nachdem die Produktions- und Auslosungsabläufe klar waren, sind wir im Sommer mit der Sponsorensuche gestartet. Dabei mussten wir Überzeugungsarbeit für das Konzept Adventskalender leisten.«

Jeder hat etwas vom Kalender: Sponsoren profitieren von Werbung, Käufer von hohen Gewinnchancen und der Lions Club von den Erlösen. Und wahrscheinlich viel wichtiger: Alle tragen dazu bei, etwas Gutes für die Region zu tun.

Im ersten Anlauf konnten Gregori und Nass ad hoc mit 50 Preisen im Wert von 8 807 Euro und einer Auflage von 2 500 Kalendern aufwarten. Am Ende stand ein Nettoerlös in Höhe von 9 614 Euro zu Buche. „Letztlich haben wir rund 2 350 Kalender verkauft. Der WochenSpiegel hat uns dankenswerterweise von Beginn an unterstützt hat, um den Kalender bekannt zu machen“, sagt Nass. „Das erste Jahr hat uns überzeugt, mutig weiterzumachen und im nächsten Jahr direkt die Kalenderauflage zu erhöhen.“

Der richtige Schritt, wie sich heute zeigt. Die erste Auflage 2007 war die einzige, bei der nicht alle Kalender verkauft wurden. So stieg auch jährlich die Zahl der Exemplare. 2008 erhöhte man die Anzahl auf 3 000 und bis 2014 sukzessive auf 8 000. Auch die Anzahl und Wertigkeit der Preise wurden kontinuierlich gesteigert. Seit 2012 stellen Sponsoren jährlich 200 bis 240 Preise zur Verfügung, wobei deren Gesamtwert seither stabil bei rund 20 000 Euro liegt. »Es ist beachtlich, dass wir diese Balance immer wieder schaffen«, sagt Nass.

Stabil ist erfreulicherweise auch der jährliche Nettoerlös, der sich – je nach aktuellen Druckkosten – seit 2014 zwischen 27 000 und 30 000 Euro einpendelt. Der Höhepunkt kam 2015 mit 31 211,90 Euro, im letzten Jahr konnte der Club 27 845,25 Euro für mildtätige Zwecke in der Region einfahren.

Beachtlich ist auch, dass der Benefizkalender ohne Unterbrechungen seit 2007 jedes Jahr erscheinen konnte, trotz aller Widrigkeiten. »2018 war besonders stressig, als wir eine unglückliche Motivauswahl zurückgezogen haben, nachdem die Kalender gedruckt waren«, erinnert sich Gregori. Das Motiv, ein junges Mädchen im (sehr) kurzen Weihnachtskleid, hielten viele für unangemessen und verfänglich. »Nicht nur vor dem Hintergrund des aktuellen gesellschaftlichen Diskurses waren wir nicht sensibel genug«, sagten Gregori und Nass damals und reagierten umgehend.

»Zum Glück hat aber alles mit dem Neudruck und einem verschobenen Verkaufsstart noch geklappt«, sagt Nass heute. Lediglich die Erlöse fielen durch zwei Druckauflagen etwas geringer aus als sonst. Auch die Corona-Pandemie oder eine angespannte wirtschaftliche Lage haben das Projekt bisher nicht ausbremsen können.

Der Zuspruch in der Region ist weiter sehr hoch. Dies kann zu einem weiteren Meilenstein führen. »Bei einer ausverkauften Auflage 2026 kommen wir auf rund 500 000 Euro an Erlösen, die wir seit 2007 generiert haben«, sagen Gregori und Nass und klopfen auf Holz. »Das wäre ein wirklich tolles Weihnachtsgeschenk – für uns als Organisatoren sowie für die Region.«

Erik Gregori und Wolfgang Nass wollen allen, die den Lions-Kalender seit 2007 unterstützt haben, vor und hinter den Kulissen einen herzlichen Dank aussprechen. »Allen voran danken wir den Sponsoren«, sagen die beiden, »aber auch den Vorverkaufsstellen, die dann mehr Kunden bedienen müssen als sonst. Und natürlich geht ein Dank an die Menschen, die durch ihren Kauf unser Engagement unterstützen.«

 

Hier gibt‘s den Lions-Adventskalender

Der Lions-Adventskalender 2026 ist für 5 Euro pro Stück ab Montag, 2. November, erhältlich bei:

  • Kreissparkasse Rhein-Hunsrück
  • Vereinigte Volksbank Raiffeisenbank
  • Globus Handelshof in Simmern
  • Brillen Birk (Simmern und Kastellaun)
  • Bäckerei Jung (Simmern, Kastellaun und Emmelshausen)
  • Porzellanhaus Kaefer in Sohren
  • Gesundheitszentrum Hunsrück in Kastellaun
  • Anja Drexel Mode in Emmelshausen