

Aktuell registriert die Polizei wieder vermehrt sogenannte Schockanrufe, mit denen Betrüger insbesondere ältere Menschen um ihr Erspartes bringen wollen. Mit erfundenen Geschichten – etwa, dass ein Angehöriger nach einem tödlichen Verkehrsunfall nur gegen Zahlung einer hohen Kaution freikomme – setzen die Täter ihre Opfer gezielt unter emotionalen Druck.
Wie wichtig es ist, in einer solchen Situation Ruhe zu bewahren, zeigt der Fall des 91-jährigen Herrn M.
Anruf bei der 110 bringt Gewissheit
Der Senior erhielt am 17. Juli einen Anruf, in dem ihm mitgeteilt wurde, sein Sohn habe einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht und befinde sich nun in Haft. Die Nachricht versetzte ihn nach eigenen Angaben in einen Schockzustand. Da sich sein Sohn in einem anderen Bundesland aufhielt, konnte er die Geschichte zunächst nicht überprüfen.
Gemeinsam mit seiner Ehefrau entschied sich der 91-Jährige jedoch, selbst den Polizeinotruf 110 zu wählen.
Ein Beamter der Führungs- und Lagezentrale Trier nahm den Notruf entgegen, beruhigte den Mann und veranlasste umgehend eine Überprüfung über die zuständige Polizeidienststelle. Schnell stand fest: Der angebliche Unfall hatte nie stattgefunden. Erst der Rückruf des Beamten brachte dem Rentner die erlösende Gewissheit, dass er Opfer eines Betrugsversuchs geworden war.
Persönlicher Dank an den Polizeibeamten
Am Mittwoch, 23. Juli, suchte der 91-Jährige die Polizeidienststelle in Trier persönlich auf, um sich bei dem Beamten für dessen besonnene und beruhigende Unterstützung zu bedanken.
Für die Polizei ist der Fall ein vorbildliches Beispiel dafür, wie man sich bei einem Schockanruf richtig verhält. Niemand müsse sich scheuen, im Zweifel selbst die 110 anzurufen, um eine solche Geschichte überprüfen zu lassen. Jeder entsprechende Anruf werde ernst genommen.
So schützen Sie sich vor Schockanrufen
Die Polizei gibt folgende Verhaltenstipps:
Quelle: Polizeipräsidium Trier




