

Hexenverfolgung wird oft mit dem Mittelalter verbunden – doch sie ist bis heute Realität. Darauf macht die Ausstellung „Gegen Hexenverfolgung“ aufmerksam, die ab Montag, 10. August, dem Internationalen Tag gegen Hexenwahn, in der Trierer Jesuitenkirche zu sehen ist. Veranstaltet wird sie von der Diözesanstelle Weltkirche und dem katholischen Hilfswerk missio.
Gewalt gegen Frauen, Kinder und ältere Menschen
Die Ausstellung zeigt, dass Menschen in zahlreichen Ländern noch immer als vermeintliche Hexen verfolgt werden. Nach Angaben von missio ist Hexenglaube und Hexenverfolgung in 46 Ländern dokumentiert – vor allem in Afrika, aber auch in Teilen Südamerikas und Asiens. Besonders betroffen sind Frauen, Kinder und ältere Menschen. Ihnen drohen Ausgrenzung, Folter und sogar der Tod.
Ordensschwester berichtet aus Papua-Neuguinea
Im Rahmen der Ausstellung kommt Ordensschwester Lorena Jenal nach Trier. Die Schweizerin setzt sich seit rund 40 Jahren in Papua-Neuguinea für Opfer von Hexenverfolgung ein und hat nach Angaben von missio bereits 352 Frauen vor dem Foltertod gerettet.
Interessierte Frauen können ihr bereits am Samstag, 8. August, um 17 Uhr bei der Frauen-Mitgehbank begegnen. Treffpunkt ist das Grab des Jesuiten Friedrich Spee in der Jesuitenkirche. Spee gilt als einer der bekanntesten Kritiker der Hexenprozesse im 17. Jahrhundert.
Ausstellungseröffnung am Sonntag
Die offizielle Eröffnung der Ausstellung findet am Sonntag, 9. August, um 15 Uhr auf dem Hof der Jesuitenkirche statt. Weitere Informationen zum Thema bietet das katholische Hilfswerk missio auf seiner Internetseite.




