Der Trierer Stadtrat hat Anfang Dezember drei umfangreiche Baumaßnahmen im Trierer Westen beschlossen.
1. Bauarbeiten am Haltepunkt Pallien: Rund um den reaktivierten Haltepunkt Pallien plant die Stadt Trier umfangreiche Arbeiten. Der westliche Bahnsteig der Fahrtrichtung Süd wird barrierefrei erschlossen, neue Fußwege verbinden den Aufzug mit den Bahnsteigen, und an der Bonner Straße entsteht eine zusätzliche Ampel für Fußgänger. Auch die Querung an der Einmündung „Im Sabel“ wird gesichert.
In der Bonner Straße wird die Fahrbahn im Bereich des Bahnsteigs neu gebaut: drei Fahrstreifen, ein Zweirichtungsradweg und ein Gehweg entstehen. Auch die Kölner Straße wird saniert. Die Bitburger Straße wird südlich der Kaiser-Wilhelm-Brücke um bis zu 8,50 Meter verbreitert, mit durchgehendem Zweirichtungsradweg, breiteren Gehwegen und neuer Böschung. Damit schließt sich die Lücke in der Pendlerradroute.
Mehrere Kreuzungen, darunter Bitburger Straße/Kaiser-Wilhelm-Brücke und Kölner Straße/Bitburger Straße/Bonner Straße, werden grundlegend umgebaut. Verkehrsinseln werden reduziert, Fahrbeziehungen neu geordnet, alle Ampeln erneuert und angepasst. Auch der Busverkehr wird neu organisiert: Haltestellen in Bonner und Bitburger Straße werden barrierefrei ausgebaut, weitere Haltestellen entstehen in der Nähe der Bahnzugänge.
Auf dem ehemaligen Buschmann-Gelände entstehen Radabstellanlagen, Flächen für Pedelecs, Sammelstellen für Wertstoffe, eine Packstation und Pkw-Stellplätze. Ökologische Aspekte werden berücksichtigt: neue Begrünung, zusätzliche Baumstandorte und eine mögliche künstlerische Gestaltung („Kunst am Bau“) sind vorgesehen.
Die Gesamtkosten betragen 6.761.500 Euro, davon lediglich 310.000 Euro städtische Eigenmittel. Anlieger zahlen keine Beiträge. Baubeginn ist für Herbst 2026 geplant, Abschluss bis Mitte 2028. Vollsperrungen sollen weitgehend vermieden werden.
2. Umbau Hornstraße und Eurener Straße: Die Hornstraße zwischen Trierweilerweg und Markusstraße erhält einen neuen (den bereits vor Monaten provisorisch in Betrieb genommenen) Kreisverkehr, eine Mischverkehrsfläche mit Wendeanlage für Müllfahrzeuge, Radfahrerschleusen und Fußwege. Die Eurener Straße bis zur Gneisenaustraße wird mit barrierefreien Bushaltestellen, Querungshilfen und erneuerten Gehwegen ausgebaut Die Gesamtkosten liegen bei 4 Millionen Euro, größtenteils gefördert durch Städtebaufördermittel und Landesprogramme. Wiederkehrende Ausbaubeiträge fallen teilweise an. Fertigstellung ist bis 2028 (Hornstraße) bzw. 2029 (Eurener Straße) geplant. Neue Grünflächen, Bäume und artenreiche Böschungen fördern Klima und Biodiversität.
3. Neue Mitte für Trier-West: Für den Stadtteilplatz „Neue Mitte West“ zwischen „Über Brücken“ und Eurener Straße hat der Stadtrat ebenfalls grünes Licht gegeben. Der autofreie Platz wird multifunktional nutzbar, verbindet Wohnquartiere, Stadtteilzentrum und Haltepunkt der Weststrecke und dient Radfahrern als Verbindung. Die Gestaltung setzt auf Grünflächen mit Bäumen, Stauden und Sträuchern sowie Sitz- und Aufenthaltsbereiche am Rand; die Mitte bleibt für Spiele und Veranstaltungen frei. Barrierefreie Wege und Beleuchtung sorgen für gute Erreichbarkeit und Sicherheit. Stadtteilfeste oder Märkte könnten hier künftig auch stattfinden. Die Kosten liegen bei knapp 1,3 Millionen Euro, bis zu 90 Prozent werden über ein Bund-Länder-Programm gefördert. Erschließungsbeiträge fallen nicht an. Die Bauarbeiten sollen bis 2027 abgeschlossen sein.