Großbrand in Trier-Euren: Einfamilienhaus schwer beschädigt
Update: Ortsvorsteher mit weiteren Informationen (07.01.2026):
In einem exklusiven Gespräch mit dem WochenSpiegel hat der Ortsvorsteher von Euren, Hans-Alwin Schmitz, weitere Hintergründe zur Situation der betroffenen Familie geschildert. Er machte sich am Tag nach dem Brand persönlich ein Bild von der Lage vor Ort.
Angebot zur kurzfristigen Unterbringung
Nach seinen Angaben wurde er am Dienstagnachmittag von einer Frau kontaktiert, die die betroffene Familie beziehungsweise die Mutter kennt. Diese bot der Geschädigten kurzfristig Unterstützung an: In einer Ferienwohnung im Trierer Stadtteil Zewen bestehe die Möglichkeit, vorübergehend unterzukommen. Die Wohnung verfüge bereits über Küche und Wohnbereich; lediglich ein weiterer Raum müsse noch hergerichtet werden, weshalb sie eigentlich erst im Frühjahr weitervermietet werden soll und derzeit leersteht. Ein Einzug wäre nach Angaben des Ortsvorstehers grundsätzlich sofort möglich.
Familie zunächst bei Nachbarn untergebracht
Zu diesem Zeitpunkt war die Familie jedoch bereits bei Nachbarn untergekommen, zu denen ein gutes Verhältnis besteht. Der Ortsvorsteher gab der Familie dennoch die entsprechenden Kontaktdaten weiter, damit sie das Angebot prüfen kann. Derzeit werde gemeinsam besprochen, ob die Ferienwohnung in Anspruch genommen wird – insbesondere auch mit Blick auf die Kinder.
Haustier unversehrt, Wohnhaus länger unbewohnbar
Erleichterung gab es zudem in Bezug auf das Haustier der Familie: Der Hund konnte laut Schmitz etwas später aus dem Gebäude geholt werden und blieb unverletzt.
Nach Einschätzung des Ortsvorstehers wird das beschädigte Wohnhaus voraussichtlich für mehrere Monate unbewohnbar bleiben.
In der Herrmannstraße kam es am Dienstag, 6. Januar 2026, gegen 14:05 Uhr zu einem Großbrand in einem Einfamilienhaus. Nach Angaben des Einsatzleiters vor Ort brannte der Dachstuhl des Gebäudes. Bereits beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte war eine massive Rauchentwicklung aus dem Dachgeschoss sichtbar, zudem schlugen Flammen aus mehreren Fenstern.
Großangelegter Löschangriff
Unverzüglich leitete die Feuerwehr einen umfassenden Löschangriff ein. Aufgrund der schnellen Brandausbreitung wurden zahlreiche weitere Einsatzkräfte nachalarmiert. Insgesamt waren rund 60 Einsatzkräfte im Einsatz, darunter die Löschzüge der Feuerwachen eins und zwei der Berufsfeuerwehr Trier, der Führungsdienst mit dem Einsatzleitwagen 2 sowie die Freiwilligen Feuerwehren aus Euren und Zewen.
Herausforderung Wasserversorgung
Eine besondere Herausforderung stellte die Wasserversorgung dar. Um ausreichend Löschwasser an die Einsatzstelle zu bringen, musste eine mehrere hundert Meter lange Schlauchleitung verlegt werden. Auch die Stadtwerke Trier waren vor Ort und unterstützten als zuständiger Energieversorger die Maßnahmen der Feuerwehr.
Rettungsdienst vorsorglich vor Ort
Der Rettungsdienst war vorsorglich mit mehreren Rettungswagen sowie einem Notarzt im Einsatz. Nach ersten Informationen wurden bei dem Brand keine Verletzten gemeldet, die betroffene Familie wurde durch den Rettungsdienst betreut.
Polizei ermittelt Brandursache
Neben der Feuerwehr befanden sich zahlreiche Einsatzkräfte der Polizei vor Ort, um den Bereich weiträumig abzusperren und den Einsatz abzusichern. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Zur genauen Ursache des Feuers können derzeit noch keine Angaben gemacht werden; die Untersuchungen dauern an.
Wohnhaus derzeit unbewohnbar
Durch den Brand entstand erheblicher Sachschaden. Das betroffene Wohnhaus ist nach ersten Einschätzungen vorerst unbewohnbar.
Text: Kevin Schößler
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