

Am Samstag, 9. Mai, stapeln sich an der Fleischstraße Höhe Kornmarkt von 11 bis 14 Uhr Altkleider — als Mahnmal mitten in der Trierer Innenstadt. Das Aktionsbündnis „Rheinland-Pfalz bewegt was" macht damit auf den deutschen Erdüberlastungstag aufmerksam, der dieses Jahr auf den 10. Mai fällt. Ab diesem Tag verbraucht Deutschland mehr Ressourcen, als die Erde im Jahr erneuern kann. „Wir leben so, als hätten wir drei Planeten — dabei haben wir nur einen", so das Bündnis.
60 Kleidungsstücke pro Jahr — und die Erde zahlt den Preis
Im Zentrum steht Fast Fashion: Mehr als 60 Kleidungsstücke kauft jede Person in Deutschland pro Jahr. Die Produktion verschlingt enorme Mengen Wasser, Energie und Rohstoffe — während Beschäftigte im Globalen Süden unter schlechtesten Bedingungen arbeiten. „Wir kaufen billig ein, doch den wahren Preis zahlen andere", betont das Bündnis.
Nicht nur Konsum — auch Politik ist gefragt
Das Bündnis ruft dazu auf, weniger zu kaufen, Kleidung länger zu nutzen, zu reparieren oder zu tauschen. Gleichzeitig betont es: Die Verantwortung darf nicht allein bei den Einzelnen liegen. Ein grundlegender Wandel brauche verbindliche politische Standards entlang der globalen Lieferkette — etwa durch das Lieferkettengesetz. Hinter der Aktion steht ein breites Bündnis aus Umwelt- und Bildungsorganisationen sowie kirchlichen Gruppen, darunter Greenpeace Trier, BUND, NABU und Scientists for Future. Weitere Infos unter www.elan-rlp.de/promotorenprogramm.




