

Am Sonntag wurde Marie-Luise Meister im Stadtmuseum Simeonstift mit dem Ramboux-Kunstpreis 2026 der Stadt Trier ausgezeichnet. Oberbürgermeister Wolfram Leibe überreichte die Urkunde im Rahmen der feierlichen Ausstellungseröffnung. Die 1987 in Berlin geborene Künstlerin lebt und arbeitet heute in Trier.
Wurzelwerk, Klang und Wasser
Meister verbindet in ihrem Werk analoge und digitale Techniken: Projektion, Klanginstallationen, Skulptur und Malerei gehen organisch ineinander über. Ihre Motive findet sie auf langen Spaziergängen an Flussufern und Stränden — die Eindrücke verdichtet sie zu Rauminstallationen, die Besucher nicht nur betrachten, sondern hören, berühren und bespielen können. „Wie ein unterirdisches Wurzelwerk stehen Elemente miteinander in Beziehung", beschrieb Jury-Mitglied Simone Leyk von der Europäischen Kunstakademie die Arbeit. „Es sind vor allem Vielschichtigkeit und Präzision, die uns überzeugt haben."
Einer der wichtigsten Kunstpreise der Großregion
Der Ramboux-Preis wird seit 1961 von der Stadt Trier vergeben. Er ist mit einem Ankauf über 6.000 Euro und einer Einzelausstellung im Stadtmuseum Simeonstift verbunden. Meister wurde aus neun Nominierten gewählt, die aus 24 Bewerbungen ausgewählt worden waren. Die Wettbewerbsausstellung aller Nominierten ist noch bis 31. Mai zu sehen, die Einzelausstellung von Marie-Luise Meister läuft bis 14. Juni.




