Nico Lautwein

Knappe Niederlage im Endspurt: Gladiators Trier unterliegen Oldenburg 95:98

Trier. Die Moselstädter liefern sich mit Oldenburg ein enges Duell, verlieren am Ende aber knapp mit 95:98. Yakhchali ist bester Werfer, der Ausgleich misslingt in letzter Sekunde.

Clay Guillozet beim Korbversuch

Clay Guillozet beim Korbversuch

Bild: Simon Engelbert

Niederlage im Herzschlagfinale. Die Gladiators Trier unterliegen Baskets Oldenburg mit 95:98. Bester Trierer Werfer war Behnam Yakhchali mit 20 Punkten. Nächstes Auswärtsspiel am Freitag in Bonn.

Schwacher Start und früher Rückstand

Als Starting Five schickte Headcoach Jacques Schneider Clayton Guillozet, Jordan Roland, Nolan Adekunle, Urald King und Marten Linßen auf das Parkett der SWT Arena. Beide Teams starteten ungewohnt zerfahren in die Partie, nach anderthalb Minuten stand es noch 0:0. Guillozet brachte Trier dann per Layup erstmals aufs Scoreboard. Doch Oldenburg fand schneller ins Spiel, traf hochprozentig von außen und stellte über Fobbs und Tischler früh auf 6:18 (6. Spielminute). Trier suchte weiter nach Rhythmus, während Oldenburg gut verteidigte, die Transition nutzte und den eigenen Lauf auf 6:23 erhöhte. Erst in der Schlussphase des Viertels traf Yakhchali für die Gladiatoren von außen, Guillozet konnte nachlegen – dennoch ging es mit 13:25 in die erste Pause.

Aufholjagd vor der Halbzeit

Im zweiten Viertel blieb Oldenburg zunächst spielbestimmend und erhöhte per Distanzwurf auf 18:30. Dann drehte Trier auf: Mehr defensive Stops, mehr Tempo, mehr Entschlossenheit. Linßen vollendete einen Fastbreak mit And-One-Pfiff zum 29:32, kurz darauf traf Yakhchali erneut aus der Distanz. Oldenburg reagierte mit zwei Auszeiten, doch Trier blieb dran. Hollersbacher traf erneut aus der Ferndistanz zum 37:40, George King glich wenig später mit dem nächsten erfolgreichen Dreier zum 40:40 aus. Guillozet brachte Trier dann erneut in Führung, ehe Oldenburg kurz vor der Halbzeit-Sirene noch zum 43:43 ausglich.

Ausgeglichenes drittes Viertel

Trier startete wach und fokussiert in die zweite Halbzeit: Guillozet erzwang einen Steal und vollendete umgehend zum 45:43. Das Spiel blieb eng, beide Teams verteidigten physisch, und beim Stand von 51:50 (24.) war weiterhin alles offen. Adekunle traf aus der Ecke zum 54:50, doch Tucker antwortete mit mehreren Dreiern und brachte Oldenburg wieder in Front. Ashworth traf zur 63:61-Führung, doch erneut war es Tucker, der das Momentum drehte und im dritten Abschnitt starke vier von vier Dreiern traf. Trier blieb dran, verteidigte gut und ging mit 70:67 ins Schlussviertel.

Entscheidung in der Schlussphase

Der letzte Abschnitt begann mit dem Ausgleich durch Clemons zum 70:70. Oldenburg nutzte defensive Lücken der Gladiatoren und setzte sich über Drives und offene Würfe auf 73:76 ab. Tischler traf den freien Corner-Dreier zum 75:81, worauf Trier die Auszeit nahm. Linßen verkürzte im Post, doch Fobbs erhöhte von der Freiwurf-Linie weiter. Trier kämpfte sich zurück: Yakhchali traf zwei Dreier, darunter den Ausgleich zum 87:87. Doch Oldenburg antwortete erneut, Kyser traf ein And-One nach Offensivrebound zum 90:94. Guillozet verkürzte, Roland brachte Trier per Dreier auf 95:96 heran – 10 Sekunden Restzeit auf der Uhr. In der Schlusssequenz traf Clemons nach schnellem Foul beide Freiwürfe zum 95:98, der letzte Trierer Wurf zum möglichen Ausgleich verfehlte sein Ziel.

Quelle: Gladiators Trier