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Nestwärme Pilotprojekt "Ambulante Brückenpflege" gestartet
Nach zweijähriger Planung hat die Ambulante Brückenpflege nun ihre Pforten geöffnet. Unter Anleitung von fachkundigem Personals erlernen Eltern in familiärer Atmosphäre die pflegerische Versorgung ihres Kindes zu übernehmen, Ängste zu überwinden und ihren Tagesablauf zu organisieren. "Die Ambulante Brückenpflege von Nestwärme ist für Eltern und ihre schwerstkranken Kinder eine Chance aufs Leben", so Elisabeth Schuh, zweite Vorsitzende des Vereins nestwärme Deutschland und Geschäftsführerin der Nestwärme Kinderzentrums gGmbH.
In Situation hineinwachsen
Bevor die Familien nach dem Klinikaufenthalt zurück in die eigenen vier Wände ziehen, können sie in den Räumlichkeiten der Ambulanten Brückenpflege in ihre neue Situation hineinwachsen und einen natürlichen Umgang mit ihren Herausforderungen. "Das ist ein Angebot, das es in dieser Form bislang noch nicht für betroffenen Familien gab und dabei ist es so wichtig für sie", erklärt Elisabeth Schuh bei der Eröffnung. Das wurde durch Bürgermeisterin Angelika Birk, Vertreterin der Stadt Trier, Dr. Wolfgang Thomas, Chefarzt der Kinder- und Jugendmedizin am Mutterhaus, sowie Staatssekretär a.D. Dr. Richard Auernheimer und den Förderern Nick und Nicole Reh von der Stiftung Rehkids sowie Anja Degenhard, Vorstand der RTL Stiftung, aus ihrer Sicht bestätigt wurde. Alleine in Rheinland-Pfalz und im Saarland gibt es rund 5.000 Kinder, mit einem pflegerischen Hilfsbedarf, der durch eine Pflegestufe angezeigt. Von diesen Kindern kommen für die Ambulante Brückenpflege diejenigen in Frage, die schwerstkrank sind und eine 24-Stunden-Verordnung von ihrem Arzt haben. "Oft stürzen Eltern in eine echte Krise, wenn die Entlassung ihres schwerstkranken Kindes aus der Klinik ansteht und es darum geht, eine 24-Stunden-Pflege zu organisieren. Schlimmer ist noch die Unsicherheit, die aus der Unkenntnis herrührt. Die Eltern kennen die Bedürfnisse ihres Kindes noch nicht und haben auch keinerlei Rüstzeug für die Betreuung zuhause", berichtet Elisabeth Schuh. Nestwärme schließt mit der Ambulanten Brückenpflege nun erstmals die Lücke auf dem Weg von der Klinik nach Hause.Stabilisierung der Familie und Strukturierungshilfe
Mit dem neuen Angebot unterstützt Nestwärme betroffene Familien bei der Schaffung der notwendigen Rahmenbedingungen für die spätere Pflege zuhause. Die Eltern lernen sich in der Welt aus Therapieplänen, Heil- und technischen Hilfsmitteln zurechtzufinden und auf die Anforderungen zuhause vorzubereiten. Dazu bekommen sie einen Überblick über neue Therapieformen, die die Entwicklung des Kindes entsprechend fördern und Kontakt zum Nestwärme Entlastungsnetzwerk sowie zu Partnern aus der Region. So eine Chance haben die betroffenen Familien bislang noch nicht bekommen. Vollzeitbetreuung in sicherer Umgebung Um eine familiäre Atmosphäre zu schaffen, bietet Nestwärme auf 222 Quadratmetern den Eltern mit ihren Kindern fünf möblierte Familienzimmer, eine Gemeinschaftsküche, behindertengerechtes Bad und einen Kinderspielplatz in Innenhof. Voraussetzung für die Inanspruchnahme des Angebotes ist eine ärztlich verordnete 24-Stunden Behandlungspflege. Kind und Familie werden rund um die Uhr medizinisch und pflegerisch ambulant versorgt. Die Eltern steuern den Tagesablauf. Die ärztliche Begleitung ist durch die Abteilung für Kinder- und Jugendmedizin des Kinder- und Jugendzentrums am Mutterhaus unter der Leitung von Chefarzt Dr. med Wolfgang Thomas sowie durch die niedergelassenen Kinderärzte gesichert. Finanzierung und Kosten Die finanzielle Unterstützung für das Pilotprojekt stammt anteilig aus dem Erlös des Spendenmarathons 2015 der Stiftung RTL – Wir helfen Kindern – mit Mario Götze als Paten sowie der Trierer Stiftung Rehkids. Die gespendete Gesamtsumme von 850.000 Euro (500.000 EUR von der Stiftung Rehkids) steht zur Realisierung des geplanten Gesamtvorhabens Nestwärme-Rehkids-Kinderhaus zur Verfügung. Die Ambulante Brückenpflege ist ein vorgezogenes Projekt einer Übergangslösung bis zur Umsetzung des Kinderhauses. Das Projekt ist auch weiterhin auf Spenden angewiesen. Die Kosten für die Behandlungspflege, Pflegehilfsmittel, wie zum Beispiel das Pflegebett und die Geräte, werden von der Krankenkasse übernommen oder teilfinanziert. Kost und Logis tragen die Eltern selbst.Stadt Trier
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