Claudia Neumann

Neue Landeskunstschau startet 2026 in Trier

Trier. Rheinland-Pfalz Triennale feiert Premiere mit überregionalem Ausstellungskonzept

Die kuratorische Leitung liegt bei Carolin Heel & Norina Quinte. Gemeinsam mit Stephanie Schmeink, Vorständin des BBK RLP, bilden sie das kuratorische Team der Rheinland-Pfalz Triennale 2026.

Die kuratorische Leitung liegt bei Carolin Heel & Norina Quinte. Gemeinsam mit Stephanie Schmeink, Vorständin des BBK RLP, bilden sie das kuratorische Team der Rheinland-Pfalz Triennale 2026.

Bild: Triennale

Im Frühjahr 2026 findet in Trier erstmals die Rheinland-Pfalz Triennale statt. Vom 24. April bis 31. Mai zeigen rund 50 professionelle Künstlerinnen und Künstler mit Bezug zu Rheinland-Pfalz ihre Werke an verschiedenen Orten der Stadt. Ergänzt wird das Ausstellungsprogramm durch partizipative Beiträge aus der Region.

Landesweite Plattform für Gegenwartskunst

Veranstaltet wird die Triennale vom Berufsverband Bildender Künstlerinnen und Künstler Rheinland-Pfalz im Auftrag des Kulturministeriums. Ziel des neuen Formats ist es, zeitgenössische Kunst sichtbar zu machen, kulturelle Teilhabe zu fördern und den Dialog zwischen Kunst und Gesellschaft zu stärken. Der Open Call zur Bewerbung läuft noch bis zum 1. September 2025.

Die Auswahl der teilnehmenden Künstlerinnen und Künstler erfolgt durch eine unabhängige Fachjury. Gezeigt werden sowohl bestehende Werke als auch eigens für Trier entwickelte Neuproduktionen in Zusammenarbeit mit dem Kuratorinnenteam.

Regionale Vernetzung und kulturelle Teilhabe

Ein weiterer Bestandteil der Triennale ist das partizipative Format „Die Lokale“, in dem Initiativen, Vereine, Einzelpersonen und Kulturschaffende aus Trier und Umgebung eigene Beiträge umsetzen. Damit soll die kulturelle Infrastruktur vor Ort gestärkt und ein breiter gesellschaftlicher Dialog ermöglicht werden.

Auch die Stadt Trier setzt einen besonderen Akzent: Während des Festivalzeitraums wird der städtische Ramboux-Preis an junge Künstlerinnen und Künstler verliehen.

Ausstellung im UNESCO-Weltkulturerbe

Neben etablierten Institutionen wie der TUFA und der Kunsthalle werden auch öffentliche Räume und die römischen Baudenkmäler der Stadt in das Ausstellungsprogramm eingebunden. Dies geschieht in Kooperation mit der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE) – passend zum 40-jährigen Jubiläum des UNESCO-Welterbestatus der Trierer Monumente im Jahr 2026.

Kunst im Zeichen von Wandel und Offenheit

Die Triennale versteht sich als inklusives und zukunftsorientiertes Kunstformat. Barrierearme Präsentationen, niedrigschwellige Zugänge und vielfältige Vermittlungsangebote sollen ein breites Publikum ansprechen. Workshops, Mitmachformate und Dialogveranstaltungen laden zur aktiven Beteiligung ein.

Symbolisch unterstrichen wurde dieser Anspruch bereits bei der Pressekonferenz am vergangenen Freitag: Sie fand in der ehemaligen Kirche St. Maximin statt, die heute als Sporthalle genutzt wird – ein Ort der Transformation, der den Charakter der Triennale widerspiegeln soll.

Drei Kuratorinnen, drei Perspektiven

Das kuratorische Konzept verantworten Carolin Heel, Norina Quinte und Stefanie Schmeink.
– Carolin Heel ist Kunstwissenschaftlerin und Kuratorin. Sie verbindet kunsttheoretische Perspektiven mit einer dialogorientierten Herangehensweise.
– Norina Quinte bringt Erfahrungen als Konzeptentwicklerin und Kuratorin ein. Sie arbeitet mit interdisziplinären Formaten und künstlerischen Interventionen im öffentlichen Raum.
– Stefanie Schmeink, Künstlerin und Vorständin des BBK Rheinland-Pfalz, legt in ihrer kuratorischen Arbeit den Fokus auf individuelle künstlerische Positionen und deren Verbindungsmöglichkeiten.

Bewerbung bis 1. September 2025 möglich

Bewerben können sich professionelle Künstlerinnen und Künstler aller Medien mit Rheinland-Pfalz-Bezug – etwa durch Herkunft, Wohnsitz, Studium oder eine prägende künstlerische Phase. Weitere Informationen sowie das digitale Bewerbungsformular sind online verfügbar unter:
www.rheinland-pfalz-triennale.de/#bewerben