Claudia Neumann

Neue Verkehrsführung rund um die Porta Nigra geplant

Trier. Busse sollen künftig über Nordallee und Simeonstiftplatz fahren – mehr Platz für Vorplatz und Radverkehr

Bild: Claudia Neumann

Die Verkehrsführung rund um die Porta Nigra soll neu geordnet werden. Künftig sollen Busse nicht mehr durch die Simeonstraße und das Margarethengässchen unmittelbar an der Porta Nigra vorbeifahren, sondern über die Nordallee und den Simeonstiftplatz geführt werden. Damit soll mehr Raum für den nördlichen Vorplatz und eine zusammenhängende Verbindung von der Porta Nigra bis zum Hauptmarkt entstehen.

Neue Busachse und mehr Platz für Radverkehr

Kern der Maßnahme ist der Umbau des Knotenpunkts Engelstraße/Nordallee/Simeonstiftplatz. Gleichzeitig sollen neue, vollständig barrierefreie Haltestellen am Simeonstiftplatz und in der Christophstraße entstehen. Für den ÖPNV sind separate Fahrstreifen, Vorrangschaltungen an Ampeln und eine Busschleuse vorgesehen.

Auch der Radverkehr soll von der Neuordnung profitieren. Neue Radfahrstreifen und Umweltspuren sollen unter anderem Verbindungen zwischen Paulinstraße, Engelstraße, Simeonstiftplatz und Franz-Ludwig-Straße schaffen. Zudem sind neue signalgesteuerte Querungsmöglichkeiten geplant. Für Fußgänger sollen Querungsstellen barrierefrei ausgebaut, Gehwege teilweise verbreitert und Querungswege verkürzt werden.

Baubeschluss im September

Durch die neue Verkehrsführung soll außerdem der nördliche Vorplatz der Porta Nigra vergrößert werden. Dafür wird unter anderem die Linksabbiegespur in Richtung Simeonstiftplatz verkürzt. Baudezernent Dr. Thilo Becker bezeichnete die Busumfahrung als wichtigen Schritt für die geplante Neugestaltung des Porta-Nigra-Umfelds.

Der Baubeschluss soll am 10. September im Stadtrat gefasst werden. Anschließend ist ein Förderantrag beim Land Rheinland-Pfalz vorgesehen. Die Stadt rechnet mit einer Förderung von 70 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten. Die Gesamtkosten werden voraussichtlich knapp 12 Millionen Euro betragen. Nach Abschluss von Planung, Ausschreibung und Vergabe könnte frühestens Mitte bis Ende 2027 mit den Bauarbeiten begonnen werden.