

Die Tierschutzorganisation PETA kritisiert die von der Oberen Jagdbehörde genehmigten Abschüsse von Nilgänsen in Trier scharf und prüft rechtliche Schritte. Nach Angaben der Organisation seien die Tötungen trotz Schon- und Brutzeit genehmigt worden. PETA fordert den Widerruf der Ausnahmegenehmigungen und wirft der Stadt vor, unverhältnismäßig zu handeln.
Kritik an Ausnahmegenehmigung
PETA teilte mit, sich mit Schreiben an Oberbürgermeister Wolfram Leibe, die Stadtratsfraktionen sowie die Obere Jagdbehörde gewandt zu haben. Nach Auffassung der Organisation sei die Ausnahmegenehmigung nicht mit dem rheinland-pfälzischen Landesjagdgesetz vereinbar. Zudem reiche der von der Stadt angeführte Kot der Tiere nicht als „vernünftiger Grund“ für eine Tötung im Sinne des Tierschutzgesetzes aus.
Vorwürfe gegen Stadtsprecher
Darüber hinaus kritisiert PETA Äußerungen des Trierer Pressesprechers Michael Schmitz, der Nilgänse laut der Organisation als „eine Art permanenter Stuhlgang“ bezeichnet haben soll. Solche herabwürdigenden Aussagen könnten Gewalt gegen Tiere begünstigen und sollten unterbleiben.
PETA fordert tierfreundliche Lösungen
Nach Ansicht der Tierschutzorganisation seien Abschüsse weder nachhaltig noch geeignet, die Tiere dauerhaft zu vertreiben. Als Alternativen nennt PETA unter anderem spezielle Kehrmaschinen zur Beseitigung des Kots, tierfreundliche Vergrämungsmaßnahmen, Ausweichflächen sowie eine Behandlung von Gelegen, um den Bestand langfristig zu regulieren.
Die Organisation verweist zudem auf das rheinland-pfälzische Landesjagdgesetz. Danach dürften Elterntiere während der Brutzeit grundsätzlich nicht bejagt werden, solange ihre Jungtiere noch nicht selbstständig seien.




