

Leibe sprach von einer »phänomenalen Hilfsbereitschaft« in der Trierer Bevölkerung und weit darüber hinaus. So hätten - Stand Dienstag - insgesamt über 8.000 Menschen auf das von der Stadt Trier eingerichtete Spendenkonto rund 700.000 Euro eingezahlt. »Viele wollen helfen und das mit sehr großem Engagement«, lobte Leibe die überwältigende Anteilnahme weit über die Stadtgrenzen hinaus. Dabei gelte es jedoch die Opferperspektive nicht aus den Augen zu verlieren. Die zahlreichen Hilfsangebote seien zu strukturieren, damit die Familien der Opfer auch langfristig davon profitieren könnten. Leibe regte dafür die Gründung einer Stiftung an, die die Gelder verwalten und auszahlen könne. Detlef Placzek, ehrenamtlicher Opferbeauftragter des Landes Rheinland-Pfalz und Präsident des Landesamtes für Soziales, Jugend und Versorgung, wies auf die Hilfen über das Opferentschädigungsgesetz des Landes hin und rief alle Geschädigten der Amokfahrt - wie Hinterbliebene, Angehörige, Verletzte und Zeugen - dazu auf, dieses Angebot als zentrale Anlaufstelle zu nutzen und einen Antrag auf Entschädigung zu stellen (s. Kasten rechts). Eventuelle Ansprüche an die Unfallkasse oder die Verkehrsopferhilfe werden vom Landesamt an die entsprechende Stellen weitergeleitet. Auch Schmerzensgeldleistungen seien prinzipiell über die Haftpflichtversicherung des Fahrzeughalters möglich und sollten eingefordert werden, so Placzek.Als weitere Hilfe hat die Stadt Trier einen runden Tisch »Trier steht zusammen« unter Leitung von Nina Womelsdorf, Referentin des OB, eingerichtet.


