

Mit Steven Ashworth, Jordan Roland, Nolan Adekunle, Urald King und Marten Linßen als Starting Five begingen die Gladiators ihr erstes Playoff-Viertelfinale beim FC Bayern München Basketball. Von Beginn an zeigten die Trierer eine kompakte Defensivleistung und zwangen den deutschen Meister immer wieder zu schwierigen Würfen aus dem Eins-gegen-Eins. Offensiv lief der Ball gut durch die eigenen Reihen und sowohl von außen als auch am Brett fand man gute Abschlüsse. So gaben die Gladiatoren das Tempo vor und erspielten sich bis zur Mitte des ersten Viertels dank eines Dreiers von Urald King eine zweistellige Führung von 19:9 (6. Spielminute). Diesen Abstand hielten die Gäste von der Mosel dank engagierter Defensiv- und Reboundarbeit sowie gut herausgespielten Abschlüssen wie einem weiteren getroffenen Dreier von Evans Rapieque zum 24:14 (8. Spielminute). Mit einem kleinen Lauf zum Viertelende verkürzten die Bayern noch einmal zum Abschluss der ersten zehn Minuten auf 26:20.
Bayern übernimmt vor der Pause die Kontrolle
Auch im zweiten Viertel präsentierten sich die Gladiatoren fokussiert und spielfreudig. Weiterhin blieb das Tempo hoch und der Ball lief flüssig in die bayrische Gefahrenzone, was unter anderem Urald King mit einem Dunk zum 30:25 (12.) nutzen konnte. Doch auch die Münchener fanden offensiv immer besser ins Spiel und Niels Giffey per Korbleger sowie Oscar da Silva per Dreier glichen die Partie schnell wieder aus – 30:30 (13.). Nun übernahmen die Hausherren die Kontrolle über das Rebounding und erhöhten ihr eigenes offensives Tempo. Besonders in der Transition waren die Münchener nun kaum zu stoppen und Justus Hollatz erhöhte weiter per Korbleger auf 35:42. Die Gladiatoren fanden die richtige Antwort, sicherten sich defensive Stops durch schnelle Rotationen und fanden Urald King, der erneut von außen traf und wieder verkürzte – 42:44 (18.). Bis zum Ende der ersten Halbzeit blieb der knappe Vorsprung der Gastgeber bestehen und mit 44:48 ging es für beide Teams in die Kabinen.
Trier bleibt lange dran
Nach dem Seitenwechsel schlug der deutsche Meister vor allem aus seinen physischen Vorteilen deutlich mehr Profit. Dank mehrerer Offensivrebounds besorgten die Bayern sich zweite Wurfchancen und vor allem Center David McCormack wurde nun immer häufiger gesucht und gefährlich in Szene gesetzt. Von der Freiwurflinie besorgte McCormack dann auch die erste deutlichere Münchener Führung und stellte auf 46:56 (23.). Doch davon ließen sich die Gladiatoren nicht entmutigen und blieben ihrem schnellen Spiel treu. Defensiv fand man gute Lösungen gegen das Münchener Pick and Roll und offensiv übernahm Point Guard Steven Ashworth jetzt die Verantwortung. Mit gleich drei hintereinander getroffenen Dreiern verkürzte der Trierer Spielmacher wieder auf 55:60 (25.). Erst zum Ende des dritten Spielabschnitts verlor das Spiel der Gladiatoren wieder etwas an Geschwindigkeit und den Bayern gelang es so, die Trierer Abschlüsse deutlich besser zu verteidigen. So startete der FCBB erneut einen Lauf zum Viertelende und mit 61:72 ging es in den Schlussabschnitt.
München entscheidet Spiel im Schlussviertel
Im vierten Viertel hatten die Bayern dann gänzlich die Spielkontrolle übernommen und waren nun immer wieder im Eins-gegen-Eins erfolgreich, wie beispielsweise Nenad Dimitrijevic, der zwei Mitteldistanzwürfe in Folge verwandelte und den bayrischen Vorsprung erhielt – 64:76 (32.). Trier blieb weiter mutig, verteidigte clever, musste aber nun zu viele Rebounds abgeben und auch der Münchener Distanzwurf fiel nochmals hochprozentiger. So stemmten sich die Gladiatoren zwar gegen die Niederlage im ersten Playoff-Viertelfinalspiel, müssen sich letztlich aber mit 80:101 geschlagen geben. Bereits am Dienstag (20:30 Uhr, live bei DYN) wartet das zweite Spiel der Serie im SAP Garden.
Die Viertel: 26:20 | 18:28 | 17:24 | 19:29
Zuschauerzahl: 11.500 (ausverkauft)
Jacques Schneider (Headcoach VET-CONCEPT Gladiators): „Ich sollte wahrscheinlich zufrieden sein heute mit dem Spiel; ich hasse es aber zu verlieren, dementsprechend gibt es genügend Dinge, die wir hätten besser machen können. Wir werden unser Spiel sicherlich noch ein paar Mal anschauen und dann unsere Schlüsse ziehen. Ich muss meiner Mannschaft ein Kompliment machen, sie haben den Game Plan, den wir hatten, vor allem im ersten Viertel extrem gut umgesetzt. Bis zur Halbzeit war es ein offenes Spiel, wir haben uns auch in der zweiten Halbzeit nicht hängen lassen. Es gab eine Phase im vierten Viertel, wo wir bis auf 13 Punkte dran waren und wo wir den Rückstand auch einstellig hätten verkürzen können. Letzten Endes muss man sagen, dass die Physis der Bayern mit 40:29 Rebounds zu stark war; wir hatten in der zweiten Halbzeit zu viele Turnover, was dazu geführt hat, dass das Spiel am Ende sehr deutlich wurde. Wir den den Kopf nicht in den Sand stecken, wir haben eine gute Leistung gebracht heute und das werden wir auch am Dienstag wieder“.
Für Trier spielten: Steven Ashworth (17 Punkte), Clayton Guillozet (8), Behnam Yakhchali (0), Marco Hollersbacher (4), Marten Linßen (9), Jordan Roland (7), Urald King (18), Evans Rapieque (3), Nolan Adekunle (6), JJ Mann (2), Maik Zirbes (6) und George King (DNP).
Beste Werfer FC Bayern München Basketball: Andreas Obst (24 Punkte), Isiaha Mike (16), Nenad Dimitrijevic und Oscar da Silva (jeweils 13).
Quelle: Gladiators Trier



