

Unter dem Motto „Zusammen ins Offene" hat Intendant Lajos Wenzel jetzt gemeinsam mit Oberbürgermeister Wolfram Leibe, Kulturdezernent Markus Nöhl und den Spartenleitern die neue Spielzeit des Theaters Trier vorgestellt. Die Saison 2026/27 ist die erste Interimsspielzeit – das Große Haus wird generalsaniert, das Theater bespielt neue Räume in der Stadt.
Aufbruch ins Interim
Intendant Wenzel betonte, das Interim sei kein Rückschlag, sondern eine Chance: „Auch wenn wir nach und nach unsere gewohnten Räume verlassen, freuen wir uns auf neue Formen und Möglichkeiten." Neu sei vor allem der en-suite-Spielbetrieb: Die einzelnen Produktionen werden künftig nur vier bis sechs Wochen am Stück gezeigt, bevor die nächste Premiere folgt. Oberbürgermeister Leibe sieht in den neuen Spielstätten die Möglichkeit, das Theater auf eine neue Art zu erleben, und kündigte zudem die Ausschreibung der Intendantenstelle an. Kulturdezernent Nöhl verwies auf rund 138.000 Besuche in der Spielzeit 2024/25 und bezeichnete das Theater als unverzichtbare Bildungseinrichtung.
Saisonstart mit Anatevka – Finale im Großen Haus
Den Auftakt macht das Open-Air-Spektakel „Anatevka" vom 20. bis 30. August auf dem Augustinerhof, spartenübergreifend mit Schauspiel-, Musiktheater- und Ballettensemble sowie dem Philharmonischen Orchester. Noch im Großen Haus zu erleben sind Carl Orffs „Carmina Burana" sowie Engelbert Humperdincks „Hänsel und Gretel" – letzteres ist zugleich Auftakt zum Jubiläumsjahr des Kinder- und Jugendchores. Den letzten Abend im Großen Haus vor Beginn der Generalsanierung beschließt „Carmina Burana" am 31. Dezember.
Neue Spielstätten, neue Perspektiven
Die erste Oper im Interim, Claudio Monteverdis „L'Orfeo", wird in der Kulturkirche Heiligkreuz gezeigt. Richard Strauss' „Elektra" und Bedrich Smetanas „Die verkaufte Braut" sind als konzertante Aufführung beziehungsweise Premiere in der Europahalle geplant. Das Wechselwerk an der Tufa wird Heimat des Schauspiels: Schauspieldirektorin Elisa von Issendorff bringt dort unter anderem Kafkas „Die Verwandlung", Mary Shelleys „Frankenstein" und den Audiowalk „Wald" durch den Trierer Stadtraum auf den Spielplan. Das Ballett zeigt im Wechselwerk „Momentum", eine Kooperation mit Luxemburger Theatern.
Konzerte, Kinder und Karneval
Generalmusikdirektor Jochem Hochstenbach präsentiert ein breites Konzertprogramm mit Sinfonien von Mahler und Beethoven sowie Solistinnen und Solisten wie der Trierer Pianistin Elena Neumann und der Geigerin Cristina Goicea. Neu im Programm: ein Kinderkarnevalskonzert. Weitergeführt werden die Formate „Klassik um 11", Kammerkonzerte und die Familienkonzerte. Im Frühjahr 2027 findet zudem eine weitere Auflage des Fringe Straßentheaterfestivals statt.



