Claudia Neumann

Sieben Meter unter Trier: Spektakuläre Tanzperformance im Amphitheater

Trier. „Moving Stones“ verbindet Tanz, Live-Musik und Videoprojektionen an einem Ort, der für Besucher sonst verborgen bleibt.

Der Arenakeller unter dem Trierer Amphitheater wird für sechs Vorstellungen zur Bühne.
Der Raum führt bis heute Grundwasser.

Der Arenakeller unter dem Trierer Amphitheater wird für sechs Vorstellungen zur Bühne. Der Raum führt bis heute Grundwasser.

Bild: Michael Frank

Ein Ort, den sonst niemand betritt, wird im August zur Bühne: Der Arenakeller des Trierer Amphitheaters ist Schauplatz der multimedialen Tanzperformance „Moving Stones“. Am 14. und 15. August treffen dort Tanz, Live-Musik und Videoprojektionen aufeinander. Sechs Aufführungen mit jeweils 35 Plätzen sind geplant.

Der Arenakeller liegt sieben Meter unter der Arena und diente den Römern als Technik- und Lagerbereich – als verborgener Teil des Amphitheaters, über dem Gladiatorenkämpfe und Tierhatzen stattfanden. Für „Moving Stones“ wird dieser bislang unsichtbare Ort in eine Bühne verwandelt.

Fünf Bewegungen zwischen Vergangenheit und Transformation

Die Performance erzählt keine klassische Handlung, sondern führt in fünf Phasen von Stillstand zu Veränderung: „Die Toten erheben sich“, „Bruch“, „Rausch“, „Erosion“ und „Transformation“. Die Inszenierung verbindet die Zeit des Römischen Reiches mit den Goldenen Zwanziger Jahren. Getanzt wird in strukturierter Improvisation, sodass jede Aufführung neu entsteht.

Der Künstler Harald Priem entwickelt aus Frottagen, Tuschen und Abdrücken von Steinstrukturen Videoprojektionen, die live über Wände, Balken und Steinquader des Arenakellers laufen. Zwei der verwendeten Frottagen stammen direkt aus dem unterirdischen Raum. Die Projektionen reagieren in Echtzeit auf die Musik.

Live-Musik im historischen Raum

Für die musikalische Begleitung sorgen Armin Neises mit Didgeridoo, Flügelhorn und Trompete sowie Barbara Birner mit Percussion, Rahmentrommel und Gong. Die Musik entsteht live und reagiert auf den Raum.

Die Aufführungen finden am 14. und 15. August jeweils um 18.30 Uhr, 19.15 Uhr und 20 Uhr statt. Die Premiere ist am 14. August. Einlass ist jeweils 15 Minuten vor Beginn mit einem Umtrunk. Die Dauer beträgt rund 25 Minuten. Veranstaltungsort ist der Arenakeller im Amphitheater Trier.

Tickets gibt es über ticket-regional.de und an der Abendkasse. Pro Aufführung stehen 35 Plätze zur Verfügung, davon 30 im Vorverkauf und fünf an der Abendkasse. Im Preis enthalten ist ein Glas Wein oder Traubensaft vom Weingut Becker zum Flanieren durch das Amphitheater.

Konzipiert wurde „Moving Stones“ von Gudrun Paulsen. Für Choreographie und Tanz zeichnen Marie Claire Theiss und Gudrun Paulsen verantwortlich, die Dramaturgie und Videoprojektionen übernimmt Alexander Ourth. Die bildende Kunst stammt von Harald Priem, die Fotodokumentation erstellt Michael Frank. Schirmherr ist Markus Nöhl, Kulturdezernent der Stadt Trier.

Veranstalter ist Tufa Tanz in Kooperation mit der Generaldirektion Kulturelle Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE) und dem Kulturlabor Trier, unterstützt durch die Tufa Trier. Gefördert und unterstützt wird das Projekt unter anderem durch den Kultursommer Rheinland-Pfalz, die Stadt Trier, die Kulturstiftung der Sparkasse Trier, die Kulturstiftung Trier, die Lotto-Stiftung Rheinland-Pfalz, SWT, den Tufa-Dachverband und Weingut Becker’s.

Weitere Informationen zur Veranstaltung und zum Kartenverkauf:
https://tufa-trier.de/de/veranstaltungskalender/moving-stones-eine-multimediale-performance-im-amphitheater-pcoh0rww7qtgxyz8zj68xasi