

Studierende stellten im Trierer Rathaus Konzepte zur künftigen Nutzung des derzeit als Parkplatz genutzten Areals vor.
Der Rindertanzplatz in der Trierer Altstadt wird derzeit vor allem als Parkfläche genutzt und gilt vielen als wenig attraktiv. Studierende der Universität Trier und der Hochschule Trier haben nun im Rathaus ihre Ideen für eine mögliche Neugestaltung vorgestellt.
Bereits im Sommer hatten sie unter Leitung von Yvonne Kunz und Fabian Frenzel bei einem Aktionstag vor Ort Befragungen durchgeführt. Weitere Rückmeldungen wurden anschließend online gesammelt. Ein Masterprojekt wertete die erhobenen Daten aus. Demnach wünschen sich viele Befragte eine stärkere Begrünung und eine höhere Aufenthaltsqualität. Die heißen Tage im vergangenen Sommer hätten gezeigt, wie sehr kühle Aufenthaltsorte in der stark versiegelten Innenstadt fehlten, erklärte Yvonne Kunz. Gleichzeitig gebe es den Wunsch, Parkflächen zu erhalten. Die Studierenden empfehlen daher, die Stadtgesellschaft eng in weitere Planungen einzubinden.
Im Rahmen eines Bachelorprojekts entwickelte eine weitere Gruppe vier Szenarien für eine intensivere touristische Nutzung. Diskutiert wurden ein grüner Park, ein Gedenk- und Erinnerungsort für die von dort deportierten Opfer der NS-Zeit oder eine Kombination aus beidem. Auch Kultur- und Eventflächen seien denkbar, bei denen außerhalb von Veranstaltungen Parkplätze bestehen bleiben könnten.
Ein Masterprojekt aus der Innenarchitektur an der Hochschule Trier erarbeitete zudem eine experimentelle Lösung zur Schließung einer Baulücke am Platz. Vorgesehen ist eine Mischung aus offenen und überdachten Bereichen mit einem kleinen Gastronomieangebot sowie nichtkommerziellen Aufenthaltsflächen.
In der anschließenden Diskussion wurden weitere Nutzungsmöglichkeiten angesprochen, darunter auch eine mögliche Wohnbebauung. Zudem wurden die Perspektiven von Anwohnenden und angrenzendem Handel thematisiert. Wann und in welcher Form eine Umgestaltung erfolgt, ist offen. Stadt und Universität signalisierten Bereitschaft, die Kooperation fortzusetzen.
Mobile Aktion Rote Hand macht auf Kindersoldat:innen aufmerksamUm auf den Missbrauch von Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren als Soldat:innen aufmerksam zu machen, findet jährlich im Februar der Red Hand Day statt. Seit mehr als 15 Jahren gibt es bereits die Aktion und den Red Hand Day als internationalen Gedenktag an das Schicksal von Kindersoldat:innen. In Trier hisste am Mittwoch, dem 11. Februar 2026 Bürgermeisterin Elvira Garbes mit Schüler:innen vieler Trierer Schulen die Flagge mit der roten Hand vor dem Rathaus, um Problembewusstsein für diesen weltweiten Missstand auszudrücken und sich für eine Besserung zu engagieren.
In diesem Jahr wurden knapp 2400 rote Hände als Zeichen der Solidarität mit den Betroffenen übergeben, diesmal direkt an die Trierer Bundestagsabgeordnete Corinna Rüffer. Die jungen Menschen richteten ihre Bitte an sie, sich mit den gesammelten Händen in Berlin für die Forderungen der Aktion einzusetzen. Das Engagement der Kinder und Jugendlichen zeigt deutlich, wie wichtig ihnen Thema auch hier vor Ort ist.
Bereits seit 2010 führt die Lokale Agenda in Trier Aktionen zum Red Hand Day durch. Seit dem Jahr 2002 ist die Rekrutierung von Kindern und Jugendlichen nach geltendem Völkerrecht ein Kriegsverbrechen. Doch noch immer werden mehr als 250.000 Kinder weltweit dazu gezwungen, in bewaffneten Konflikten zu kämpfen – die aktuellen globalen Krisen wirken noch dazu wie ein Brandbeschleuniger für Konflikte, Kriege und strukturelle Menschenrechtsverletzungen.
Organisiert und koordiniert wird die Aktion Rote Hand in Trier von der Werkstatt Globales Lernen der Lokalen Agenda 21. Weitere Infos und Impressionen zum Projekt gibt es unter www.la21-trier.de/red-hand-day/.
Angela Merici Gymnasium
Auguste Viktoria Gymnasium
BBS St. Helena-Schule
Friedrich Spee Gymnasium
Jugendfeuerwehr Wellen
Jugendtreff Südpol
Lokale Agenda 21
Max-Planck-Gymnasium
Realschule Plus Kell am See
treffpunkt am weidengraben e.V.




