Claudia Neumann

Trierer Sport fordert klare Perspektive für Hallenbad-Neubau

Trier. Stadtsportverband Trier diskutiert Sportstätten, Inklusion und Ehrenamt – erstmals mit neuer Sportdezernentin Britta Weizenegger.

Marco Marzi, Vorsitzender des Stadtsportverbands Trier (links), ehrte bei der Mitgliederversammlung drei langjährige Ehrenamtler des Trierer Sports: Thomas München (Karate- und Sportverein Trier), Uschi Fuhs (SV Ehrang) und Marco Müller (Karate- und Sportverein Trier, von links). Daneben Triers Bürgermeisterin und Sportdezernentin Britta Wiezenegger und Bernd Michaels (Zweiter Vorsitzender des Stadtsportverbands).

Marco Marzi, Vorsitzender des Stadtsportverbands Trier (links), ehrte bei der Mitgliederversammlung drei langjährige Ehrenamtler des Trierer Sports: Thomas München (Karate- und Sportverein Trier), Uschi Fuhs (SV Ehrang) und Marco Müller (Karate- und Sportverein Trier, von links). Daneben Triers Bürgermeisterin und Sportdezernentin Britta Wiezenegger und Bernd Michaels (Zweiter Vorsitzender des Stadtsportverbands).

Bild: Björn Pazen/Stadtsportverband

„Ohne Sportstätten ist der Trierer Sport limitiert.“ Mit diesem klaren Satz brachte Marco Marzi, Vorsitzender des Stadtsportverbandes Trier, die Lage bei der Mitgliederversammlung in der Trierer Sportakademie auf den Punkt. Der Verband vertritt 76 Vereine mit mehr als 30.000 Mitgliedern, im Mittelpunkt standen erneut Infrastruktur und Sportstätten.

Hallenbad-Neubau als zentrale Forderung

Ein zentrales Thema war der geplante Ersatz für das marode Stadtbad. Der Stadtsportverband positioniert sich deutlich für einen Neubau. „Wir können nicht drei oder vier Jahre auf eine Sanierung warten, wir brauchen dauerhafte Schwimmflächen in Trier, im Sinne unserer Vereine und des Schulsports“, so Marzi. Gleichzeitig betonte er, dass nicht alle Wünsche der Vereine erfüllbar seien.

Auch im Sportausschuss der Stadt war das Thema kurz zuvor beraten worden. Dort war der Verband ebenfalls vertreten und brachte seine Position ein.

Premiere für neue Sportdezernentin und Fokus auf Ehrenamt

Erstmals nahm die neue Sportdezernentin der Stadt Trier, Britta Weizenegger, an der Versammlung teil. Sie kündigte an, möglichst viele Vereine kennenlernen zu wollen und betonte die Bedeutung des Sports für Gesellschaft, Gesundheit und Zusammenhalt. Sport sei ein wichtiger Faktor für ein lebendiges Trier, besonders im Kinder- und Jugendbereich.

Neben der politischen Einordnung standen auch Inklusion und Ehrenamt im Mittelpunkt. Die neue Inklusionslotsin des Landessportbundes Rheinland-Pfalz, Dagmar Stadtfeld, warb für niedrigschwellige Angebote für Menschen mit Behinderungen und betonte die unterstützenden Fördermöglichkeiten.

Zudem wurden drei langjährige Ehrenamtliche ausgezeichnet: Uschi Fuhs und Marco Müller erhielten die bronzene Ehrennadel des Sportbundes Rheinland, Thomas München wurde mit der silbernen Ehrennadel geehrt.

Der Stadtsportverband blickt zudem auf einen positiven Jahresabschluss. Der Vorstand wurde einstimmig entlastet.