23 Mal Wildnis von klein auf
n Mit ihren Projekten erfüllen Nationalpark-Kitas die sechs Auszeichnungskriterien Inhalte, Draußen-Zeit, Öffentlichkeitsarbeit, Kooperation, Partizipation sowie Kontinuität und Entwicklung. Darüber hinaus wird das Konzept Nationalpark-Kita in das pädagogische Leitbild der Kindertageseinrichtung übernommen, so dass Natur und Nachhaltigkeit Teil des Kita-Alltags sind. Aus jeder Kindertagesstätte nehmen zwei feste Ansprechpersonen an zwei bis drei Fachfortbildungen pro Jahr teil, die von der Nationalparkverwaltung Eifel angeboten werden.
n www.nationalpark-eifel.de/kitas
Region. Ob Achtsamkeit im Wald, das Bestimmen von Wildkräutern oder philosophische Runden unter freiem Himmel: 23 Kindertagesstätten aus der Region haben zwei Jahre lang erfolgreich am Kooperationsprojekt »Nationalpark-Kita Eifel« teilgenommen und bewiesen, dass Naturverbindung bereits im Sandkastenalter beginnen kann. Bei einer gemeinsam Auszeichnungsfeier haben sie nun die offizielle Zertifizierung als »Nationalpark-Kita Eifel« erhalten und weisen sich damit als Partner des besonderen Schutzgebiets aus. Die Schirmherrschaft für das Kooperationsprojekt teilen sich das NRW-Umweltministerium und das NRW-Familienministerium.
»Wer schon als Kind die Wildnis vor der eigenen Haustür entdeckt, wird sie später auch schützen wollen. In den Nationalpark-Kitas erleben die Kinder unser Naturerbe jeden Tag hautnah und mit allen Sinnen. Das weckt Begeisterung für wilde Tiere und Pflanzen - deshalb unterstützen wir diese Initiative«, so NRW-Umweltminister Minister Oliver Krischer.
Knapp die Hälfte der zertifizierten Nationalpark-Kitas liegen im Kreis Euskirchen. Grund genug für den Landrat des Kreises Euskirchen Markus Ramers, die besondere Ausrichtung der Kitas zu mehr Naturnähe und Nachhaltigkeit zu würdigen. Als ehemaliger Lehrer weiß er um die die Bedeutung guter pädagogischer Arbeit: »Für uns als Gesellschaft vor Ort investieren wir in das, was keine Förderprogramm-Hochglanzbroschüre bewerben kann: Kinder, die den Nationalpark Eifel als ihr Zuhause erleben, als Teil von sich bis ins Erwachsenenalter. Naturpädagogik kostet Engagement, manchmal auch Gummistiefel und Regenkleidung in dreifacher Ausführung – aber der Ertrag ist ein langlebiger«.
Die Anerkennung als Nationalpark-Kita gilt rückwirkend für zwei Jahre. Während dieses Zeitraums greifen die Einrichtungen das Nationalpark-Motto »Natur Natur sein lassen« auf und verknüpfen es mit Elementarpädagogik im Sinne der Bildung für nachhaltige Entwicklung. Wo Kinder Kinder sein dürfen und ihre Neugierde auf die Welt von pädagogischen Fachkräften begleitet wird, entwickeln sie Fähigkeiten, die von grundlegender Bedeutung für die Gesellschaft sind.
Artenkenntnis
im Fokus
Bereits seit 2018 bündeln Nationalparkverwaltung und Förderverein des Nationalparks Eifel ihre Kräfte, um das Projekt nachhaltig in den Kitas der Region zu verankern. Michael Lammertz, Leiter der Nationalparkverwaltung Eifel, zeigt sich beeindruckt von der Beständigkeit vieler Einrichtungen: »Es ist ein starkes Signal, dass 17 der 23 ausgezeichneten Kitas bereits seit der ersten Stunde dabei sind. Sie machen ihr Engagement für den Nationalpark Eifel damit dauerhaft sichtbar.«
Nach der Zertifizierung ist vor der Zertifizierung: Lag der Fokus des nun abgeschlossenen, zweijährigen Projektzeitraums auf dem dritten Nachhaltigkeitsziel der UN-Agenda 2030 »Gesundheit und Wohlergehen«, rückt für den Zeitraum 2026–2028 die Artenkenntnis in den Fokus. Unter dem Motto »Leben an Land« und »Leben unter Wasser« werden die Kinder die heimische Flora und Fauna noch tiefergehend erforschen. Denn nur was wir kennen, das können wir schützen.
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