Thomas Förster

Eifeler Bauland wird leicht teurer

Baulandpreise steigen weiter an - Einzige Ausnahme ist die Gemeinde Roetgen
Die Quadratmeterpreise steigen in der Eifel, jedoch nicht in Roetgen, an.

Die Quadratmeterpreise steigen in der Eifel, jedoch nicht in Roetgen, an.

Bild: Archiv

Region. Grundstücke haben sich im vergangenen Jahr in der StädteRegion weiter verteuert. Ausnahme ist die Gemeinde Roetgen mit einer Preiskorrektur. So lautet stark verkürzt das Ergebnis der jetzt vom Gutachterausschuss für Grundstückswerte beschlossenen Bodenrichtwerte zum 1. Januar 2026 für das Gebiet der StädteRegion Aachen. Im Bereich der Hauptgeschäftslagen in der Aachener Innenstadt wurden nun ebenfalls wieder leichte Steigerungen festgestellt. Bodenrichtwerte sind Lagewerte: Sie geben an, wieviel der Grund und Boden in einer vergleichbaren Zone durchschnittlich in Euro je Quadratmeter wert ist. Dabei wird auch nach der jeweiligen Nutzung unterschieden, also zum Beispiel als Wohnbauland, Gewerbefläche oder landwirtschaftliche Fläche. Rund 630 in der StädteRegion für das Jahr 2025 erfasste Kaufverträge bilden die Grundlage für die aktuellen Bodenrichtwerte – ein leichter Anstieg zum Vorjahresniveau.

In den Südkreiskommunen Monschau und Simmerath zahlte man 2025 rund 5 Prozent mehr, während sich der Anstieg in der Gemeinde Roetgen nicht weiter fortgesetzt hat. Der Grundstücksmarkt war hier so überhitzt, dass es 2025 zu einer Korrektur um mehr als 7 Prozent nach unten gekommen ist.

In 2025 sind rund 200 unbebaute Wohnbaulandgrundstücke erfasst worden. Im Jahr zuvor waren es 170. Auf dem ersten Blick eine Steigerung, dennoch liegen die Verkäufe noch klar unter dem Niveau der verkaufsstarken Jahrgänge vor 2023. Der leichte Aufschwung lässt sich auch mit Blick auf Neubaugebiete erklären, deren Vermarktung begonnen oder intensiviert wurde.

David Arzdorf, Vorsitzender des Gutachterausschusses, ordnet die Zahlen ein: »Nach den rückläufigen Preisen der letzten Jahre ist eine Trendwende auf dem Immobilienmarkt der StädteRegion Aachen erkennbar. Die Marktteilnehmer haben sich zunehmend an die weiterhin hohen Baukosten und Bauzinsen gewöhnt. Es zeigt sich jedoch, dass das Leben im eigenen Heim aufgrund dieser finanziellen Belastungen auch 2025 nicht für jeden Bauwilligen realisierbar ist. Es herrscht nach wie vor wegen fehlendem, günstigem Wohnraum und der weiter steigenden Wohnungsmieten großer Druck auf dem Markt. Dem kann auch nicht komplett mit den Neubaugebieten im ehemaligen Kreisgebiet und der daraus resultierenden höheren Anzahl der verkauften Baugrundstücke begegnet werden.« Die Bodenrichtwerte zum Stichtag 01.01.2026 können kostenlos über das amtliche Informationssystem der Gutachterausschüsse in NRW BORIS.NRW.de abgerufen werden.

Weitere Informationen und Produkte gibt es unter www.gars.nrw/staedteregion-aachen

n Gewerbeflächen:

Kalterherberg 15 Euro

Lammersdorf 20 Euro

Simmerath 20 Euro

Rollesbroich 25 Euro

Imgenbroich 28 Euro

Roetgen 40 Euro

n Wohnbauflächen:

Hirschrott 55 Euro

Widdau 55 Euro

Dedenborn 65 Euro

Hammer 65 Euro

Erkensruhr 65 Euro

Alzen 65 Euro

Kalterherberg 75 Euro

Höfen 80 Euro

Rohren 80 Euro

Witzerath 85 Euro

Paustenbach 90 Euro

Mützenich 100 Euro

Einruhr 100 Euro

Huppenbroich 100 Euro

Monschau 90-120 Euro

Strauch 100-105 Euro

Steckenborn 110 Euro

Rurberg 115 Euro

Woffelsbach 115 Euro

Rollesbroich 120 Euro

Eicherscheid 125 Euro

Konzen 130 Euro

Kesternich 135 Euro

Imgenbroich 140-145 Euro

Waldsiedlung 150 Euro

Lammersdorf 175 Euro

Simmerath 185-200 Euro

Mulartshütte 245 Euro

Rott 310 Euro

Roetgen 320 Euro

www.boris.nrw.de