Thomas Förster

Erinnern, begegnen, verbinden

Junge Menschen aus drei Ländern engagieren sich für Frieden und Verständigung
Junge Menschen kommen an der Gräberstätte zwischen Rurberg und Kesternich zusammen.

Junge Menschen kommen an der Gräberstätte zwischen Rurberg und Kesternich zusammen.

Bild: Gemeinde Simmerath

Rurberg. Jugendliche aus Bosnien-Herzegowina, Frankreich und Deutsch-land schließen am 20. Juli, 10.30 Uhr, eine außergewöhnliche Spurensuche in der Region ab und laden zu einer öffentlichen Gedenkveranstaltung auf der Gräberstätte für sowjetische Zwangsarbeiter Rurberg ein. Das Grußwort spricht Bürgermeister Bernd Goffart, anschließend geben die Jugendlichen Einblicke in ihre Recherchen, Begegnungen und persönlichen Erfahrungen.

Bereits am 17. Juli, 14 Uhr, engagieren sich die Teilnehmenden selbst praktisch: Mit Eimer, Schwamm und Bürste und tragen dazu bei, die Gräberstätte als Erinnerungs- und Lernort zu würdigen und setzen damit ein bewusstes Zeichen gegen das Vergessen.

Interessierte Bürger sowie Vertreterinnen und Vertreter der Presse sind herzlich eingeladen, an beiden Tagen die trinationale Jugendbegegnung »Gegen das Vergessen. Das Leid sowjetischer Kriegsgefangener« zu besuchen und mit den Jugendlichen über ihre Eindrücke und Perspektiven auf die Gedenk- und Erinnerungskultur(en) ins Gespräch zu kommen.

Die Jugendlichen setzen sich während der zweiwöchigen trinationalen Begegnung intensiv mit der Geschichte des Nationalsozialismus, den Folgen von Krieg und Ideologisierung sowie den Herausforderungen einer gemeinsamen europäischen Erinnerungskultur auseinander. Sie diskutieren über länderspe-zifische Perspektiven auf den Zweiten Weltkrieg und tauschen sich darüber aus, wie eine gemeinsame europäische Erinnerungskultur gestaltet werden kann. Die Gräberstätte Rurberg möchten sie als einen bedeutenden Erinne-rungsort würdigen und somit verdeutlichen, wie wichtig es ist, historische Spuren im öffentlichen Raum sichtbar zu halten.