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Harte Zeit für Viehhalter

Die grassierende Blauzungenkrankheit trifft die Rinder, Schaf und Ziegen haltenden Betriebe in der Region hart.

Durch die aktuell fehlenden Exportmöglichkeiten leiden die Betriebe zweifach: einerseits sinken die Preise durch fehlende Vermarktungsmöglichkeiten und andererseits gibt es durchaus Platzprobleme in einzelnen Betrieben. Der Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau, Michael Horper, hat daher in dieser Woche Landwirtschaftsminister Volker Wissing und Umweltministerin Ulrike Höfken angeschrieben, damit sie sich auf Bundesebene umgehend für Handelsabkommen mit anderen EU-Staaten, und hier insbesondere für Belgien, Niederlande, Luxemburg und Italien, einsetzen. Aufgrund der angespannten wirtschaftlichen Situation der landwirtschaftlichen Unternehmen forderte Horper eine finanzielle Beteiligung des Landes Rheinland-Pfalz an den Kosten der Blutuntersuchungen sowie an den Impf- und Tierarztkosten. Eine zunächst befristete, vollständige Übernahme der Kosten durch das Land halte er für durchaus angemessen. "Die Blauzungenkrankheit ist eine anzeigepflichtige Tierseuche. Ihre Bekämpfung ist deshalb auch eine öffentliche Aufgabe und nach Auffassung vieler Tierärzte staatlicher Tierschutz", ergänzte Präsident Horper. Der Strukturwandel hat sich in den letzten Jahren dramatisch fortgesetzt. Seit 2000 habe sich die Zahl der Rinder haltenden Betriebe von 9.000 auf nunmehr 4.000 Betriebe mehr als halbiert. Wenn Politik und Gesellschaft nicht verstärkt die Bauern unterstützten, müssten demnächst auch die Tierhalter in Rheinland-Pfalz auf die "Rote Liste gefährdeter Arten" gesetzt werden. RED


UNTERNEHMEN DER REGION

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