Thomas Förster

Monschau als Veranstaltungsstätte stärken

Monschau steht nicht nur für Altstadt-Romantik, für Fachwerkhäuser und Weihnachtsmarkt, sondern hat sich über viele Jahre auch als vielfältiger Veranstaltungsraum einen Namen gemacht. Nun hat der Stadtrat wichtige Schritte eingeleitet, um Einheimische wie Touristen künftig wieder verstärkt mit Events anlocken zu können.

Monschau (Fö). Die Monschau Festival gGmbH hat über viele Jahre auf der Burg mit klassischen Festspielen, später auch mit einem immer breiteren, bunten musikalischen Programm begeistert. Dabei hat die Monschau-Touristik die Bewerbung, den Ticketverkauf und weitere Serviceleistungen übernommen. Als sich durch den Zusammenschluss der Tourismus-Organisationen zur Rureifel-Tourismus GmbH herausstellte, dass diese die Aufgaben nicht übernehmen werde, entstand ein Delta, dass nun wieder geschlossen werden muss.

2025 wurde die Stadt Monschau zum Gesellschafter der Monschau Festival gGmbH. Nun hat der Stadtrat beschlossen, die Monschau Festival gGmbH als gemeinnützige organisatorische Plattform für die Planung, Durchführung und Weiterentwicklung lokaler Veranstaltungen in Monschau und seinen Ortsteilen fortzuentwickeln. Ziel ist es, die operative Umsetzung und die organisatorische Verantwortung für bereits etablierte sowie künftig zu entwickelnde Veranstaltungen in Monschau und seinen Ortsteilen zu übernehmen. »Nur so können Veranstaltungen effizient, transparent und im öffentlichen Interesse umgesetzt werden«, erklärt die Monschauer CDU. »Weihnachtsmarkt, Halloween, Saatgut-Festival und vieles mehr wollen gut organisiert werden. Auch können wir uns vorstellen, mit kleinen Events die Monschauer Burg zu bespielen, ohne an die Festspiel-Tradition anknüpfen zu wollen oder zu können«, so Werner Maaßen, der für die CDU-Mehrheit den Antrag vorbereitet hat. Und die Grünen ergänzen: »Die Durchführung von Veranstaltungen gehört nicht zu den Kernaufgaben einer Stadt – umso wichtiger ist es, dass es dafür wieder eine eigene Struktur gibt, die diese Aufgabe übernimmt.« So wurde auch ein neuer Geschäftsführer bestellt, der über breite Erfahrung in Tourismus und Veranstaltungsplanung verfügt.

»Unsere Ressourcen sind eingeschränkt, unsere Veranstaltungstechnikerin Annika Brandenburg ist ein Gewinn für die Stadt, aber sie kann nicht alles alleine organisieren«, unterstreicht Monschaus Bürgermeisterin Dr. Carmen Krämer. Zudem gibt es das Engagement der Monschauer Vereine und besonders der MONEV Monschauer Event gUG, die mit Veranstaltungen wie der Monscher Kermes samt historischem Jahrmarkt einen großen Mehrwert bieten.

Parallel dazu wird ein Workshop für Ratsmitglieder, Verwaltung sowie Vertreter aus Tourismus und Handel stattfinden, der sich mit der zukünftigen strategischen Ausrichtung des Tourismus und Stadtmarketings Monschaus befasst. Dabei soll ergebnisoffen geprüft werden, welche organisatorischen Strukturen geeignet sind, zentrale kommunale Aufgaben wie Veranstaltungsmanagement und Innenmarketing gebündelt und professionell wahrzunehmen.

Auch in einer Standort-Potenzialanalyse, die im Wirtschaftsausschuss am nächsten Dienstag vorgestellt wird, werden Stärken und Risiken der starken Tourismusabhängigkeit Monschaus herausgestellt. So empfielht die Aachener Gesellschaft für Innovation und Technologietransfer AGIT mbH Handel und Tourismus durch Marketinginitiativen, gemeinsame Stadt-Events, digitale Sichtbarkeit und touristische Vernetzung zu fördern. Es sei wichtig neue Formate zu entwickeln, um das Tourismuspotenzial ganzjährig zu heben.


UNTERNEHMEN DER REGION

Meistgelesen