

Die Situation im Hürtgenwald ist derzeit statisch. Kurze Regenschauer und angesagte Gewitterlagen haben das Geschehen vor Ort nicht weiter beeinflusst. Einsatzkräfte sind verhalten optimistisch und nun geht es darum, die Brandherde weiter einzudämmen. Vertreterinnen und Vertreter des Landes und Bundes machten sich vor Ort ein Bild.
In der Spitze waren 1800 Kräfte im Einsatz. Darunter die Feuerwehr, Polizei, Bundeswehr, Hilfsorganisationen wie THW, Malteser, Johanniter und das Deutsche Rote Kreuz. Aber auch nach wie vor viele freiwillige Helfer, insbesondere Landwirte.
Im Laufe des Samstags besuchten NRW-Innenminister Herbert Reul, Ministerpräsident Hendrik Wüst und die stellvertretende Ministerpräsidentin Mona Neubaur die Einsatzzentrale in Kleinhau. Vor Ort bot sich die Möglichkeit zum Austausch mit Landrat Dr. Ralf Nolten, Kreisdirektor Dr. Martin Stiller und Einsatzleiter Patrick Harzheim. Bundeskanzler Friedrich Merz erreichte den Landrat telefonisch.
Wichtig war der persönliche Eindruck der Lage und auch der Kontakt zu den Einsatzkräften. Gespräche mit Kräften vor Ort und einigen Landwirten machten deutlich: „Es ist beeindruckend zu sehen, wie alles ineinandergreift“, sagte Ministerpräsident Hendrik Wüst. Was auffiele: Die Stimmung in der Bevölkerung sei gut, die Dankbarkeit groß. Das bestätigte auch der Aachener Bischof Helmut Dieser, der am frühen Abend noch mit zum Einsatzort fuhr.
Eine aktuelle Gefahr durch den Waldbrand besteht nicht mehr. Es ist gelungen, Gey so zu sichern, dass Flammen nicht auf den Ort übergreifen können, so Landrat Dr. Ralf Nolten. Es besteht weiter eine leichte Geruchsbelästigung. Jedem ist freigestellt, noch heute in den Ort zurückzukommen.
Menschen, die in Krankenhäusern beziehungsweise Pflege- oder Senioreneinrichtungen untergebracht sind, werden morgen zur Rückführung kontaktiert.
Auf bestimmten Straßen dürfen keine Autos geparkt werden, damit gegebenenfalls auch weiterhin Einsatzfahrzeuge unbehindert fahren und arbeiten können. Diese sind: Broichstraße, Dürener Straße (von der Broichstraße bis zur B 399), Fortstsraße, Oberstraße, Bergstraße, Josef-Köller-Straße, Scheffensweg. Die Polizei wird die Einhaltung dieser Regelung rigoros kontrollieren.
„Wir bedanken uns ausdrücklich bei den Bewohnerinnen und Bewohnern von Gey für das Verständnis im Umgang mit dieser sehr schwierigen Situation“, betonte Landrat Dr. Nolten.


