Wichtiger Schritt zum flexiblen Nahverkehr

»Flexibel wie ein Taxi, günstig wie ein Bus« - so lautet der Werbeslogan auf den neuen, modernen Rufbus, die seit Anfang Dezember durch das Monschauer Stadtgebiet fahren. Dabei orientieren sich die so genannten »NetLiner« weniger an bestehenden Buslinien, sondern daran, wann und wohin der Fahrgast möchte.
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Bürgermeisterin Margareta Ritter (v.r.), Dr. Kathrin Driessen, die das Modellprojekt bei der ASEAG leitet, und ASEAG-Vorstand Michael Carmincke hoffen auf viele Nutzer des flexiblen Nahverkehrs mittels »NetLiner«.

Bürgermeisterin Margareta Ritter (v.r.), Dr. Kathrin Driessen, die das Modellprojekt bei der ASEAG leitet, und ASEAG-Vorstand Michael Carmincke hoffen auf viele Nutzer des flexiblen Nahverkehrs mittels »NetLiner«.

»Statt starrer Linien können die Kunden nun direkt und schnell zum Ziel kommen«, freut sich Bürgermeisterin Margareta Ritter, das das Projekt Wirklichkeit wird. Flexibel und bequem kann man nun im Stadtgebiet den Bus nutzen. »Ein Angebot, das in Monschau Premiere feiert, aber sich auch für andere Kommunen interessant ist«, prophezeit Michael Carmincke, Vorstand der ASEAG. Dabei ersetzt der »NetLiner« nicht das Buslinien- System, er optimiert es. Immer dann, wenn es einen hohen Bedarf gibt, fahren Normalbusse. Auch der Schülertransport ist ausgenommen. Montags bis freitags von 8 bis 12 Uhr sowie 15 und 20 Uhr ist jedoch der »NetLiner« im Einsatz, der 13 Sitz- und sieben Stehplätze sowie Platz für Rollstuhl oder Kinderwagen bietet. Ganz gleich, ob man zum Einkaufen nach Imgenbroich, zum Kaffeetrinken in die Altstadt oder aber zum Treffen mit Freunden nach Kalterherberg will - der NetLiner bringt seine Kunden dorthin. Anrufen genügt (Tel. 0241/1688-3322) oder aber unter http://netliner.aseag.de seine Fahrtstrecke online buchen. Mit Ausnahme von Konzen (der Ort wird erst zum Fahrplanwechsel im Dezember 2017 an das NetLiner-System angeschlossen) fährt der Kleinbus alle bekannten Haltestellen sowie neun weitere »HotSpots« in den Stadtteilen an. Aus den Kundenwünschen ermittelt ein System die günstige Fahrtstrecke und informiert den Kunden über den genauen Abfahrtszeitpunkten. Stornierungen sind bis 30 Minuten vor Abfahrt möglich.

Tarif

Die Preise orientieren sich am AVV-Tarif - also 2,70 Euro pro Fahrt. Abos sind deutlich günstiger. Wer einen Hot Spot nutzt, zahlt zusätzlich einen Euro, wer über ein Abo verfügt, lediglich 50 Cent.


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